Bielefelder Mufflonherde droht Abschuss

Streit um Tötung der wilden Mufflon-Herde in Bielefeld hat ein Ende Lokalzeit OWL 08.11.2019 Verfügbar bis 15.11.2019 WDR Von Brigitte Büscher

Bielefelder Mufflonherde droht Abschuss

  • Schafherde in Bielefeld droht Abschuss
  • Waldbesitzer hatte über Schäden geklagt
  • Herde war in den 1960ern angesiedelt worden

Einer Herde von gut zehn Mufflon-Schafen im Teutoburger Wald droht nach einer gerichtlichen Entscheidung vom Freitag (08.11.2019) der Abschuss. Geklagt hatte der örtliche Waldbesitzer - eine Stiftung, die sich über erhebliche Bissschäden durch die Tiere an jungen Bäumen beschwert hatte.

Die Richter des NRW-Oberverwaltungsgerichtes erklärten am Freitag einen mehrere Jahre alten, sogenannten Abschussplan der Stadt für unrechtmäßig. Dieser Plan hatte die Größe der Herde auf zwölf Tiere begrenzt, die Herde aber ansonsten unangetastet gelassen.

Andere Maßnahmen zum Schutz der Bäume nicht erfolgversprechend

Dieser Plan trage den berechtigten Ansprüchen des Waldbesitzers nicht hinreichend Rechnung, entschied das Gericht. Andere Maßnahmen zum Schutz der Bäume oder alternative Nahrungsangebote für die Mufflons seien nach fachkundiger Einschätzung nicht erfolgversprechend oder wirtschaftlich. Die Stadt Bielefeld müsse deshalb über den Antrag des Waldbesitzers auf Abschuss der Tiere neu entscheiden.

Bürger kämpfen mit Unterschriften für die Mufflons

Mehr als 13.000 Menschen haben eine Online-Petition zum Schutz der Bielefelder Mufflon-Herde unterzeichnet. Die Initiatoren fordern, dass die Tiere nicht abgeschossen werden. Die Petition richtet sich unter anderem an die Stadt und das NRW-Umweltministerium.

Die kleine Herde war in den 1960er Jahren angesiedelt worden und lebt seit mehr als 50 Jahren in dem Wald.

Stand: 08.11.2019, 20:15