Tierschützerin muss Hundesteuer zahlen

Hundesteuer-Formular

Tierschützerin muss Hundesteuer zahlen

  • Urteil zur Hundesteuer bei zu vermittelnden Tieren
  • Tierschützerin verliert gegen Stadt Mönchengladbach
  • Tierliebe begründet Steuerpflicht

Eine Tierschützerin aus Mönchengladbach muss Hundesteuer auch für ein Tier zahlen, dass sie nur vorübergehend bis zur Weitervermittlung an neue Besitzer bei sich aufgenommen hat. Das Oberverwaltungsgericht Münster wies am Mittwoch (20.06.2018) eine Berufungsklage der Frau gegen die Stadt Mönchengladbach zurück.

Steuerpflicht aus Tierliebe

Anders als zum Beispiel bei einem Diensthund habe die Frau in diesem Fall ein eigenes Interesse an der Haltung: Tierliebe. Daher sei die Klägerin steuerpflichtig, sagte das OVG in der mündlichen Urteilsbegründung. Unerheblich sei, ob sich der Verein, der den Hund möglichst schnell weitervermitteln will, an den Unterhaltskosten für das Tier beteilige.

Streitpunkt 360 Euro

Die Frau hatte neben zwei eigenen Hunden noch ein drittes Tier von einem Hunderettungsverein bei sich aufgenommen. Gegen den Bescheid der Stadt hatte sie geklagt und wollte für das dritte Tier eine Befreiung und damit rund 360 Euro weniger zahlen.

Stand: 20.06.2018, 13:01