Mülltourismus zwischen Münsterland und Niederlande

Ein Müllmann bewegt Tonnen zum Müllwagen

Mülltourismus zwischen Münsterland und Niederlande

In puncto Müll wird die Stadt Münster zukünftig eng mit zwölf niederländischen Gemeinden zusammenarbeiten. Münsters Restmüll soll demnach in Hengelo verbrannt werden.

Münster darf 45.000 Tonnen Restmüll pro Jahr nach Hengelo entsorgen, die niederländischen Kommunen dafür 5000 Tonnen Bio- und Grünabfall nach Münster verfrachten. Der münsterische Rat hat am Mittwoch (05.12.2018) eine entsprechende öffentlich-rechtliche Vereinbarung mit Gemeinden im Nachbarland getroffen.

Restmüll nach Hengelo, Biomüll nach Münster

Der Bio-Abfall wird sortiert und dann auch im Münsterland kompostiert. Aus dem deutschen Restmüll macht der niederländische Entsorgungsbetrieb Twence außerdem Energie für tausende Haushalte in den Niederlanden. Die Kooperation zwischen den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster (AWM) und dem niederländischen Entsorger ist vorerst auf zehn Jahre angelegt.

Mülltransporte schon ab Anfang 2019

Lebensmittel in einer Mülltonne.

Münsters Restmüll soll in Hengelo verbrannt werden

Wenn die Bezirksregierung grünes Licht gibt, soll es bereits am 1. Januar 2019 losgehen. Auf die Müllgebühren soll die Neuregelung übrigens keinen Einfluss haben. Die werden, wie von den Abfallwirtschaftsbetrieben bereits angekündigt, 2020 zwar steigen, das habe laut AWM aber nichts mit der neuen Kooperation zu tun.

Am kommenden Donnerstag (13.12.2018) kommen die Bürgermeister der niederländischen Kommunen nach Münster, um den Vertrag zu unterzeichnen. Dann ist die Zusammenarbeit endgültig besiegelt.

Stand: 05.12.2018, 18:34