Südwestfalen: Corona macht die Müllabfuhr teurer

Müllaufkommen

Südwestfalen: Corona macht die Müllabfuhr teurer

Viele Bürger müssen nächstes Jahr mehr Geld für die Müllabfuhr bezahlen – eine Folge der Corona-Pandemie. Das zeigt eine Umfrage des WDR unter allen Kommunen in Südwestfalen.

Weil viele Menschen zuhause waren, im Homeoffice oder in Kurzarbeit, oder weil sie nicht in Urlaub fuhren, produzierten sie mehr Abfall. Selber kochen, Essen anliefern lassen, entrümpeln von Kellern und Dachböden.

Höhere Müll-Kosten in Siegen und Lüdenscheid

Berg alter Matratzen

Matratzenberg in Arnsberg

Mehr Müll zu entsorgen kostet mehr – und das schlagen Kommunen wie zum Beispiel Menden, Arnsberg, Siegen oder Lüdenscheid jetzt auf die Gebühren in 2021 oben drauf. In Sundern beispielsweise zahlt ein 4-Personen-Haushalt etwa 30 Euro mehr.

Klimawandel macht in Finnentrop neue Wasserleitung nötig

Mehrere blaue Wasserleitungen

Wasserleitungsbau bei Schmallenberg

Viele Städte und Gemeinden erhöhen auch die Abwassergebühren, zum Beispiel Iserlohn, Ense, Freudenberg oder Herscheid. Höhere Frischwasser-Gebühren kommen auf Bürger in Finnentrop und Schmallenberg zu. Grund: Der Klimawandel und die trockenen Sommer. Das Leitungsnetz wird erneuert, um die Wasserversorgung überall sicherzustellen.

Gebührensenkung in Medebach wegen milder Winter

Es gibt aber auch Gebührensenkungen: Wegen der milden Winter muss nicht so viel geräumt werden. Medebach, Lennestadt, Erndtebrück und Siegen senken diese Gebühr.

Vielen Städten in Südwestfalen sind in diesem Jahr nicht nur die Gewerbesteuer-Einnahmen weggebrochen. So gab es nur niedrige Einnahmen bei Frei- und Hallenbädern. Wegen geschlossener Discos kam kaum Vergnügungssteuer in die Stadtkassen. Größere Städte nahmen insbesondere weniger Park-Gebühren ein. Außerdem fehlen Städten und Gemeinden anteilsmäßig die Kita-Gebühren.

Stand: 20.12.2020, 16:11