Zu laut telefoniert: Münsteraner wegen Mordes angeklagt

Mordprozess: Zu laut telefoniert Lokalzeit Münsterland 30.10.2020 01:36 Min. Verfügbar bis 30.10.2021 WDR Von Melanie Weyand

Zu laut telefoniert: Münsteraner wegen Mordes angeklagt

Ein 62-Jähriger muss sich vor dem Landgericht Münster wegen Mordes verantworten. Er soll in seinem Vorgarten einen Mann niedergestochen haben, weil der laut telefonierte.

Das spätere Opfer hatte im Mai vor einem Mehrfamilienhaus in Münster-Roxel telefoniert. Dort wohnte der mutmaßliche Täter. Das Telefonat soll ihn gestört haben, weswegen er den Mann aufforderte, woanders zu telefonieren. Der blieb aber.

Heimtückische Attacke

Daraufhin soll der 62-Jährige ein Küchenmesser geholt und den 33-Jährigen attackiert haben. Mit sechs Stichen in Brust und Bauch soll er sein Opfer niedergestochen haben - heimtückisch, so die Auffassung der Staatsanwaltschaft. Trotz einer Notoperation verstarb das Opfer noch in der Nacht.

Bei einer Vernehmung durch die Polizei, die vor dem Schwurgericht Münster abgespielt wurde, hatte der mutmaßliche Täter gesagt, dass er sich nicht an die Details der Tat erinnern könne. Er wolle vorerst schweigen.

Stand: 30.10.2020, 20:00

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