Besitzerin von Mops "Edda" zeigt Beamten an

Besitzerin von Mops "Edda" zeigt Beamten an

  • Besitzerin stellt Anzeige gegen Beamten der Stadt Ahlen
  • Er soll von Krankheit des Tieres gewusst haben
  • Rechtsanwalt wirft Beamten Betrug vor

Der Streit um den gepfändeten Mops "Edda" ist jetzt ein Fall für den Staatsanwalt. Die Käuferin des Hundes hat nach Informationen der Staatsanwaltschaft Münster Strafanzeige wegen Betruges gegen einen Vollziehungsbeamten der Stadt Ahlen erstattet.

"Der Vollziehungsbeamte wusste vor dem Verkauf von der Züchterin des Hundes, dass der Mops offenkundig krank war und nur einen Wert von 400 Euro hatte", sagt Rechtsanwalt Wolfgang Kalla, der "Eddas" Käuferin vertritt. Dennoch habe er ihn bei Ebay für "750 Euro VB" angeboten und ihn dort "kerngesund" genannt. Das sei "vorsätzlich gelogen" gewesen, so Kalla.

2.000 Euro Tierarztkosten

Seine Mandantin habe am Ende 690 Euro für das Tier bezahlt und inzwischen bereits Tierarztkosten von rund 2.000 Euro gehabt. Die Strafanzeige habe er im Namen seiner Mandantin erstattet, da die Stadt Ahlen bisher "keine Einsicht und kein wirkliches Entgegenkommen" gezeigt habe, sagte der Anwalt. Vielmehr habe die Verwaltung auch noch ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, laut dem die Pfändung und der Verkauf über Ebay rechtmäßig gewesen seien.

"Das ist enttäuschend für das Rechtsgefühl jedes redlich denkenden Bürgers", so Kalla. Er hatte vor zwei Wochen bereits Zivilklage gegen die Stadt eingereicht. Die jetzt gestellte Strafanzeige umfasse zwölf Seiten plus Anhang.

Stand: 20.03.2019, 20:36

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