Streit um Mops: Gutachten soll Klarheit bringen

Die Mops Hündin "Edda", die in "Wilma" umbenannt wurde, sitzt im Wohnzimmer auf einem Tisch

Streit um Mops: Gutachten soll Klarheit bringen

  • Justiz schaltet Sachverständigen ein
  • Zentrale Frage: War das Tier wirklich krank?
  • Prozess wird im März 2020 fortgesetzt

Der Prozess um den über Ebay verkauften Mops "Edda" wird das Landgericht Münster noch über Monate beschäftigen. Nun will das Gericht ein Gutachten in Auftrag geben.

Streit um Schadenersatz

Ein Gerichtssprecher sagte am Mittwoch (04.12.2019), in dem Streit um Schadenersatz werde Anfang März 2020 weiter verhandelt. Klägerin Michaela Jordan aus Wülfrath bei Wuppertal hatte die als gesund, geimpft und entwurmt angepriesene Hündin Ende 2018 von einem Vollstreckungsbeamten der Stadt Ahlen (Kreis Warendorf) für 690 Euro gekauft.

Teure Augenoperationen

Das Tier - sie hat es umbenannt in "Wilma" - sei aber krank gewesen und habe unter anderem mehrere teure Augen-Operationen benötigt. Die Stadt solle ihr die Kaufsumme rückerstatten, außerdem bisher angefallene und auch künftige Behandlungskosten bezahlen.

Das Gericht werde nun einen Sachverständigen mit einem Gutachten zum Gesundheitszustand des Mopses beauftragen, schilderte der Sprecher. Es gehe etwa darum, ob das Tier ausreichend entwurmt und tatsächlich augenkrank war - und ob das auch schon zum Kauftag am 6. Dezember 2018 der Fall gewesen sei.

Zwei Zeuginnen werden befragt

Bei der nächsten Verhandlung am 4. März sollen zwei Zeuginnen befragt werden, mit denen der städtische Beamte vor dem Verkauf Kontakt hatte. Dabei dürfte es sich um die Züchterin des Hundes handeln und um eine Tierärztin, die der Beamte aufgesucht hatte - allerdings ohne den Mops.

Stand: 04.12.2019, 14:03