Gepfändeter Mops: Stadt Ahlen stellt Gutachten vor

Ein schwarzer Mops

Gepfändeter Mops: Stadt Ahlen stellt Gutachten vor

  • Laut Gutachten keine Fehler seitens der Stadt
  • Bürgermeister will Verfahren "gelassen" abwarten
  • Anwalt der Klägerin ist optimistisch

Im Streit um den gepfändeten und weiterverkauften Mops in Ahlen hat Bürgermeister Alexander Berger am Montag (25.03.2019) ein Rechtsgutachten vorgestellt. Das besagt, die Stadt habe korrekt gehandelt.

Die Käuferin des Hundes hatte gegen die Stadt Ahlen Klage eingereicht, weil ihr der Mops als gesund verkauft worden war. Es stellte sich aber heraus, dass er an verschiedenen Krankheiten litt. Deshalb fordert die Käuferin aus Wülfrath den Kaufpreis von 690 Euro sowie die Tierarztkosten von rund 2.000 Euro von der Stadt zurück.

Stadt wartet Verfahren gelassen ab

Das Gutachten im Auftrag der Stadt Ahlen schätzt die Klage als wenig aussichtsreich ein. Den Ausgang des Verfahrens warte man daher "ruhig und gelassen" ab, so Bürgermeister Alexander Berger, der am Montag im Finanzausschuss das Thema erläuterte. Die Stadt Ahlen habe bei der Pfändung und dem Verkauf rechtmäßig gehandelt, sagte Berger. Das Tierwohl sei zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen.

Anwalt der Klägerin spricht von "belegbaren Beweisen"

Der Anwalt der Klägerin, Wolfgang Kalla, glaubt dagegen, dass der Rechtsstreit vor dem Amtsgericht in Ahlen zugunsten seiner Mandantin ausgehen wird. Es gebe Beweise dafür, dass die Stadt vor dem Weiterverkauf des Hundes via Internet wusste, dass der Hund "weder geimpft ist, noch entwurmt ist und auch in keinster Weise kerngesund, denn hierauf hatte bereits die Züchterin hingewiesen, von der der Hund auch stammt."

Weitere Aufklärung wegen Nutzung privaten Ebay-Kontos

Die heftig kritisierte Ahlener Stadtspitze hatte bereits eingeräumt, dass die Nutzung des privaten Ebay-Kontos eines Mitarbeiters falsch gewesen sei. Um den Vorfall auch "arbeitsrechtlich sauber" aufzuarbeiten, sei die weitere Aufklärung veranlasst wordern, sagte nun Berger. Die Käuferin des Hundes hatte auch Strafanzeige wegen Betrugs gegen einen städtischen Vollziehungsbeamten eingereicht.

Stand: 25.03.2019, 20:00