Ahaus sagt Modellprojekt für Corona-Lockerungen ab

Ein Biergarten

Ahaus sagt Modellprojekt für Corona-Lockerungen ab

Die Stadt Ahaus wird nun doch nicht Modellregion für Lockerungen der Corona-Regeln. Nach Gesprächen mit dem Land ziehe Ahaus sein Vorhaben für eine Öffnungszone zurück, teilte die Stadt am Freitag mit.

Warteschlange vor Teststation

Nur mit Tests sollte es in die Innenstadt gehen

Geplant war, die komplette Innenstadt mit Einzelhandel und Gastronomie als klar umgrenzte Zone einzubinden, die nur zum Beispiel mit einem tagesaktuell negativen Testergebnis betreten werden dürfte. Das sollte mit einer App des Ahauser Unternehmens Tobit Software AG überwacht werden, mit der auch die Kontaktverfolgung durch Registrierung in den einzelnen Geschäften und den Gastronomiebetrieben sichergestellt werden sollte. 

Im Gegenzug waren für die Besucherinnen und Besucher der Ahauser Innenstadt deutliche Lockerungen von den derzeit geltenden Vorgaben der Coronaschutzverordnung vorgesehen. 

 Auflagen durch das Land

Der rein digitale Lösungsansatz habe dem Land aber nicht ausgereicht. Das Land habe unter anderem Kontrolleure an den Fußgängerzonen verlangt, so die Stadt Ahaus. Auch die angedachten Freiheiten seien "mit dem Hinweis auf die Einhaltung infektiologischer Gesichtspunkte weitestgehend eingestampft" worden.

Ein verklinkertes Gebäude

Im Ahauser Rathaus wurde das Projekt gestoppt

Hinzu komme, dass der Kreis Borken vermutlich in absehbarer Zeit unter den Inzidenzwert von 100 sinke. Am Freitag lag er bei 105. Dann aber könne ohnehin wieder ohne Test eingekauft werden und Landesgesundheitsminister Laumann habe bei Werten unter 100 auch eine Öffnung der Außengastronomie in Aussicht gestellt.

Konzept nicht mehr sinnvoll

Schließlich sei der Start des Modellprojektes auch noch an eine Verringerung des Inzidenzwertes in den benachbarten Niederlanden unter 200 geknüpft gewesen. Derzeit liegt der über 290.

Letztendlich hätte das Konzept für die Bürgerinnen und Bürger mehr Auflagen als zusätzliche Freiheiten bedeutet, deswegen sei eine Weiterführung der Idee für Ahaus nicht mehr sinnvoll, so die Mitteilung der Stadt.

Stand: 07.05.2021, 17:00