Modellprojekt in Südwestfalen: Fichten vorm Borkenkäfer retten

Fichten vorm Borkenkäfer retten 02:45 Min. Verfügbar bis 19.01.2022

Modellprojekt in Südwestfalen: Fichten vorm Borkenkäfer retten

Noch gesunde Fichten sollen in den Höhenlagen des Sauerlandes und Siegerlandes vor dem Befall von Borkenkäfern bewahrt werden. Aber die Zeit drängt.

Über weite Teile Südwestfalens hat die Fichte gegen den Borkenkäfer keine Überlebenschance. In höheren Lagen sieht es aber besser aus.

Das ist auf Satellitenbildern gut zu erkennen. Dort sind mehrere tausend Hektar des Nadelholzes noch intakt. Bei Hilchenbach zum Beispiel ist eine etwa 30 Hektar große Waldfläche kaum von dem Schädling befallen.

Diese und weitere will das Umweltministerium NRW zusammen mit den Forstämtern Siegen-Wittgenstein, Kreis Olpe und oberes Sauerland in einem Modellprojekt retten.

Befallenes Holz muss schnell aus dem Wald

Ein Teil des Waldes musste gerodet werden.

Befallenes Holz muss schnellstmöglich aus dem Wald

Dafür müssen die Fichtenbestände zunächst bis April auf Borkenkäfern untersucht werden. Befallene Bäume sollen umgehend gefällt und aus den Wäldern entfernt werden.

Das muss schnell gehen, bevor der Schädling ab Temperaturen über 16 Grad Celsius wieder aktiv wird. Danach kontrollieren Forstleute täglich, ob die Bäume frei von Borkenkäfern bleiben.

Forstämter optimistisch

Manfred Gertz vom Regionalforstamt Siegen-Wittgenstein glaubt, dass das funktionieren wird: "Wir sind optimistisch, dass wir in dieser Modellregion tatsächlich noch die Chance haben, die Borkenkäfer so zu bekämpfen, dass wir die Fichtenbestände, die hier noch vital sind, retten können."

Wenn es gelingt, die Bestände im Sauerland und Siegenland zu retten, soll diese Aktion auch auf andere Regionen wie zum Beispiel die Eifel übertragen werden.

Wie geht es dem Wald? Planet Wissen 06.10.2020 06:04 Min. Verfügbar bis 06.10.2025 SWR

Stand: 19.01.2021, 17:45