Gesundheitsstationen für die Ukraine

Lokalzeit Münsterland 31.03.2022 01:28 Min. Verfügbar bis 31.03.2023 WDR Von Dominik Hamers

Malteser Münster: Gesundheitsstation für die Ukraine

Stand: 31.03.2022, 20:00 Uhr

Am Donnerstagmorgen hat der Malteser Hilfsdienst aus Münster eine mobile Gesundheitsstation in die Ukraine geschickt.

Von Dominik Hamers

Gegen halb acht haben sich die Helferinnen und Helfer mit dem Anhänger auf den Weg an die polnisch-ukrainische Grenze gemacht. Am Mittwoch hatten sie die mobile Station vorbereitet und gepackt.

Die mobile Gesundheitsstation vollgepackt mit Kisten.

Eine mobile Praxis ist auf dem Weg in die Ukraine

An Bord sind vor allem Medikamente für den täglichen Bedarf - wie etwa Grippe-, Schmerz- und Diabetesmittel. Die Malteser wollen damit helfen, die medizinische Versorgung in der westukrainischen Stadt Lwiw zu sichern.

Fahrende Hausarztpraxis

In Lwiw halten sich derzeit viele Geflüchtete auf. Sie konnten zwar aus den umkämpften Gebieten entkommen, doch ihre vertrauten Strukturen sind nach der Flucht weggebrochen.

Mitarbeiter der Malteser steht vor dem Transporter und bezieht Stellung.

Thomas Fecker fährt den Transport

Wer krank ist, muss dennoch behandelt werden. Jetzt kommt dafür Hilfe aus Münster. "Die ukrainischen Kollegen möchten mit dieser Sanitätsstation und den Medikamenten die hausärztliche Infrastruktur aufrechterhalten und wieder festigen", erklärt Thomas Fecker vom Malteser Hilfsdienst. Er fährt den Transport gemeinsam mit seinem Kollegen Ludger Elsebusch.

Kein Einsatz in den Kampfgebieten

Die Gesundheitsstation wird an der polnisch-ukrainischen Grenze an die Malteser in der Ukraine übergeben - von dort geht es weiter nach Lwiw. "Die Station wird nicht in Kampfgebieten eingesetzt, sondern wirklich für die Bevölkerung, bei der das ganz normale Leben auch mit den Gebrechlichkeiten weitergeht", so Fecker.

Situation in den Krankenhäusern spitzt sich zu

Fecker habe sich die Lage beschreiben lassen. Immer wieder sei dabei das Wort "dramatisch" gefallen. Zum einen, was die Situation der Flüchtenden betrifft, "aber auch die Situation in den Krankenhäusern spitzt sich immer mehr zu, weil viele Versorgungskapazitäten in die Kampfgebiete verlegt wurden."