Missbrauchsskandal in Lügde weitet sich aus

Polizeiabsperrung vor einem Gebäude auf dem Campingplatz Eichwald

Missbrauchsskandal in Lügde weitet sich aus

  • Zahl der Missbrauchsopfer steigt auf 31
  • Mehr als 50 Ermittler mit dem Fall Lügde befasst
  • Zahlreiche Hinweise bei Polizei eingegangen

Bei dem sexuellen Missbrauch von Kindern in Lügde im Kreis Lippe gehen Polizei und Staatsanwaltschaft mittlerweile von 31 Opfern aus. Das sind zwei mehr als bisher bekannt. Die Zahl der Jungen unter den Opfern steigt damit von drei auf vier.

Die meisten Opfer waren zur Tatzeit zwischen vier und 13 Jahre alt. Mehr als 50 Ermittler seien mittlerweile mit dem Fall befasst, teilen Polizei und Staatswanwaltschaft mit. Sie gehen unter anderem zahlreichen Hinweisen nach, die über das extra eingerichtete Hinweistelefon bei der Polizei Bielefeld eingegangen sind.

Haftprüfung für den dritten Beschuldigten steht an

Morgen prüft ein Richter, ob einer der drei Beschuldigten im Missbrauchsskandal in Haft bleibt oder nicht. Es handelt sich um den 48-jährigen Mann aus Stade.

Der Mann soll per Internet-Kamera die beiden Hauptbeschuldigten beim Missbrauch der Kinder auf einem Campingplatz in Lügde beobachtet haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll er über einen Chat auch Anweisungen gegeben haben.

Stand: 11.02.2019, 12:55