Missbrauchsvorwürfe gegen Priester in Gronau

Stand: 16.02.2022, 20:00 Uhr

Es gibt einen weiteren Missbrauchsvorwurf gegen einen Geistlichen aus dem Bistum Münster. Ein Priester soll in Gronau versucht haben, einen Jungen zu missbrauchen.

Nach WDR-Informationen soll der Übergriff in den 1980er Jahren passiert sein. Demnach war der beschuldigte Priester bei der Familie zuhause, als er versucht haben soll, sich an dem Kind zu vergehen. Nach Angaben des Opfers habe seine Mutter die damalige Gemeindeleitung darauf angesprochen. Dort habe aber niemand mit ihr darüber sprechen wollen.

Der beschuldigte Priester ist wohl immer noch im Münsterland tätig. Das Bistum Münster erklärte am Mittwoch (16.02.2022), nach Bekanntwerden der Vorwürfe sei dem Priester die Ausübung aller priesterlichen Dienste untersagt worden.

Polizei: Ermittlungsverfahren gegen Priester

Die Polizei in Borken hatte vor einigen Tagen (11.02.2022) den Interventionsbeauftragten des Bistums Münster, Peter Frings, informiert, dass es gegen einen Priester des Bistums Münster ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des versuchten schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern gibt.

Bistumssprecher Stephan Kronenburg vor dem Bischofssitz

Kronenburg: Kirchliche Untersuchung erst später

Wegen der laufenden Ermittlungen kann das Bistum zurzeit keine weiteren Erklärungen in der Angelegenheit abgeben, so Pressesprecher Stephan Kronenburg. Auch eine kirchliche Untersuchung wird erst starten, wenn die staatlichen Ermittlungen abgeschlossen sind.

Über dieses Thema haben wir in der Lokalzeit Münsterland im WDR-Fernsehen am 16.02.2022 ab 19.30 Uhr berichtet, ebenso in WDR aktuell, 16.02.2022 ab 21.45 Uhr.