"Wir werden hier jeden Stein umdrehen"

"Wir werden hier jeden Stein umdrehen"

Vor dem Abriss durchkämmten am Samstag (13.06.2020) Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) für die Polizei den Schrebergarten - auf der Suche nach weiterem Beweismaterial im Missbrauchsfall.

Männer in blauen Arbeitsanzügen vor einer Gartenlaube mit Blumenbeet

Die Polizei hatte Unterstützung vom Technischen Hilfswerk (THW) angefordert, weil dessen Einsatzkräfte sich auf Abbruch von Gebäuden verstehen.

Die Polizei hatte Unterstützung vom Technischen Hilfswerk (THW) angefordert, weil dessen Einsatzkräfte sich auf Abbruch von Gebäuden verstehen.

Doch zunächst untersuchten die Einsatzkräfte mit Metalldetektoren die Beete. Vorstellbar war, dass hier jemand Beweismittel vergraben hatte. Doch das bestätigte sich auch beim Umgraben des Gartens nicht.

Die Einsatzkräfte gruben sich bis auf den Grund des Gartens und transportierten die Erde säckeweise ab.

Dann machten sich die Einsatzkräfte an den mutmaßlichen Tatort, eine Gartenlaube in einer Kleingartenanlage in Münster-Kinderhaus. Jedes Möbelstück wurde noch einmal inspiziert und herausgetragen.

Schließlich rückte der Bagger an und riss das Dach herunter. Die Arbeiten wurden immer wieder unterbrochen, weil Ermittler der Polizei Einzelteile des Hauses näher untersuchen wollten.

Der Ermittlungsleiter der Polizei, Joachim Poll, hatte im Vorfeld erklärt: "Wir werden hier jeden Stein und jedes Brett umdrehen, damit wir wirklich nichts übersehen."

Nach gut acht Stunden hatte sich die Gartenlaube in eine Ruine verwandelt.

Die Arbeiten dauerten bis in den Abend hinein an.

Aus dem Kleingartenverein hieß es, dass diese Parzelle nicht neu verpachtet werden solle.

Stand: 13.06.2020, 17:23 Uhr