Lügde-Prozess: Staatsanwaltschaft legt Revision ein

Heiko V. mit seinem Anwalt J. H. Popkes

Lügde-Prozess: Staatsanwaltschaft legt Revision ein

  • Staatsanwaltschaft legt Revision ein
  • Lügde-Mittäter erhält Bewährungstrafe
  • Kinderschützer: "Urteil zu mild"

Die Staatsanwaltschaft Detmold lässt das Urteil gegen den Lügde-Mittäter Heiko V. überprüfen. Am Donnerstag (18.07.2019) hat sie nach eigenen Angaben Revision dagegen eingelegt.

Zwei Jahre Haft auf Bewährung für Heiko V.

Das Landgericht Detmold hatte Heiko V. am Mittwoch (17.07.2019) zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt; unter anderem wegen Anstiftung und Beihilfe zu schwerem sexuellem Missbrauch von Kindern. Die Staatsanwaltschaft muss nun ihre Revision schriftlich begründen; im Prozess hatte sie zwei Jahre und neun Monate Haft für den 49-Jährigen aus dem niedersächsischen Stade gefordert.

Kinderschutz-Organisationen: "Urteil zu mild"

Inzwischen haben sich verschiedene Kinderschutz-Organisationen zu Wort gemeldet. Sie kritisieren die Detmolder Richter dafür, ein zu mildes Urteil gefällt zu haben. So sagte Krista Körbes vom Kinderschutzbund NRW, die Opfer könnten nicht verstehen, dass der Täter wieder frei ist: "Uns stellt sich schon die Frage, ob dieses Urteil abschreckend genug wirkt auf andere Täter oder Täterinnen, die kinderpornographisches Material besitzen oder zu sexueller Gewalt anstiften."

Stand: 18.07.2019, 15:49