Landgericht Münster verurteilt Babysitter wegen Missbrauch

Landgericht Münster

Landgericht Münster verurteilt Babysitter wegen Missbrauch

  • Mädchen sexuell missbraucht
  • Geständnis war strafmildernd
  • Eltern zeigten sich enttäuscht

Das Landgericht Münster hat am Mittwoch (11.07.2018) einen 24-Jährigen zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Als Babysitter hatte er nach Überzeugung des Gerichts zwei Mädchen sexuell missbraucht.

Die beiden Familien aus dem Tecklenburger Land hatten per Internet-Anzeige nach einem Babysitter für ihre zwei und vier Jahre alten Mädchen gesucht und sich daraufhin für den jungen Mann aus dem benachbarten Niedersachsen entschieden.

Angeklagter räumt Taten ein

Während des Gerichtsverfahrens hatte der Mann die gegen ihn erhobenen Vorwürfe bereits eingeräumt - mehrfach habe er sich an den Mädchen vergangen und auch noch intime Handyvideos und -fotos von seinen Opfern gemacht.

Richter spricht von einem "milden Urteil"

Mit seinem Strafmaß blieb das Gericht unter der Forderung der Staatsanwältin: Sie hatte fünf Jahre Haft gefordert. Vor allem sein Geständnis bei der Polizei und in dem Verfahren wirkte sich strafmildernd aus. Der Richter selbst sprach von einem "milden Urteil", immerhin habe er seinen Opfern dadurch eine Aussage vor Gericht erspart. Bei guter Führung und wenn er alle therapeutischen Angebote wahrnehme, könne er in etwa zwei Jahren wieder in Freiheit sein.

Die Eltern der Mädchen zeigten sich enttäuscht, sie hatten nach eigenen Angaben das Gefühl, das Gericht habe sich mehr um den Angeklagten als um seine Opfer gesorgt.

Stand: 11.07.2018, 20:00