Ursache für Großbrand im Schweinezuchtbetrieb nicht zu klären

Ursache für Großbrand im Schweinezuchtbetrieb nicht zu klären

  • Kein Hinweis auf vorsätzliche Brandstiftung
  • 1.700 Schweine bei Großbrand im Münsterland verendet
  • Tierschutzorganisation stellt Strafanzeige

Nach dem Feuer in einem Schweinestall in Mettingen wird die Ursache ungeklärt bleiben. Nach Angaben der Polizei kann eine vorsätzliche Brandstiftung wohl ausgeschlossen werden. Weite Teile des Geländes wurden durch die Flammen am Samstagmorgen so stark zerstört, dass eine genaue Brandursache von den Sachverständigen am Dienstag (20.11.2018) nicht zu ermitteln war. 1.700 Tiere verendeten, der Sachschaden wird auf bis zu fünf Millionen Euro geschätzt.

Der Brand war in den frühen Morgenstunden in einer großen Scheune ausgebrochen und hatte auf vier Ställe übergegriffen. Rund 100 Löschkräfte brachten den Brand unter Kontrolle. Menschen wurden nicht verletzt.

PETA erstattet Strafanzeige

Die Tierschutzorganisation PETA hat inzwischen bei der Staatsanwaltschaft Münster Strafanzeige erstattet. Der Brandschutz werde bei vielen Tierställen nicht ernst genommen. "Jedes Tier, das bei einem Brand im Stall stirbt, wird grob fahrlässig getötet", sagte eine Sprecherin der Organisation. Bei so vielen Tieren in einem Stall sei es nicht möglich, Soforthilfe zu leisten.

Die ausgebrannten Tierställe des Bauernhofs rauchen noch

Der ausgebrannten Ställe des Bauernhofs in Rheine

Es ist nicht das erste große Feuer dieser Art in diesem Jahr. Im Juli waren beim Brand eines Schweinehaltungsbetriebs in Rheine rund 8.000 Tiere verendet. 600 Tiere starben zuvor im Kreis Lippe. 800 Schweine verendeten in Reken.

Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) hat bereits die Projektgruppe "Nutztierhaltungsstrategie" ihres Hauses beauftragt, mit den betroffenen Ressorts nach Verbesserungsmöglichkeiten zu suchen.

Tierrettung muss verbessert werden

Es gehe einerseits darum zu prüfen, ob baurechtliche und feuerschutzrechtliche Verbesserungen an den Schweineställen nötig seien. Andererseits gebe es auf Bund-Länder-Ebene Gespräche, um die Rettung der Tiere in Notfällen zu verbessern, etwa auch bei technischen Störungen.

Stand: 20.11.2018, 17:29