Nach Brandanschlag in Meschede: Fahndung mit Plakaten

Das Gebäude des deutsch-türkischen Vereins in Meschede

Nach Brandanschlag in Meschede: Fahndung mit Plakaten

  • Anschlag auf türkisches Vereinsheim
  • Drei junge Männer unter Verdacht
  • Fahndung auch in Dortmund

Ein Dreivierteljahr nach dem Brandanschlag auf ein deutsch-türkisches Vereinsheim in Meschede fahndet die Polizei mit Plakaten. Sie hat drei männliche Jugendliche oder junge Männer im Visier. Die Plakate zeigen den Tatort. Sie werden am Mittwoch (05.12.2018) nicht nur in Meschede verteilt, sondern auch im Raum Dortmund. Es sei "nicht auszuschließen", dass die Tatverdächtigen von dort kommen, so die Polizei.

Fahndungsplakat auf Türkisch und Deutsch

Fahndungsplakat auf Türkisch und Deutsch

Der Brandanschlag auf das Heim eines Deutsch-Türkischen Freundschaftsvereins war am frühen 11.03.2018, einem Sonntagmorgen, verübt worden. Drei Molotow-Cocktails wurden nach Polizeiangaben gegen die Fassade des Hauses geworfen. Verletzt wurde niemand.

Kein hinreichender Tatverdacht

Die Polizei nahm nach dem Anschlag zunächst in der Nähe des Tatortes drei Männer aus Meschede fest. Sie wurden nach kurzer Zeit wieder freigelassen, weil es gegen sie laut Oberstaatsanwalt keinen hinreichenden Tatverdacht gab.

Bundesweit Angriffe auf türkische Einrichtungen

Hintergrund des Brandanschlages könnte der Konflikt zwischen Kurden und Türken gewesen sein. Kurden hatten im Frühjahr 2018 zu Vergeltungsschlägen aufgerufen, weil die Türkei gegen die kurdische Stadt Afrin vorgerückt war.

Zu dem Anschlag in Meschede und einem weiteren in Lauffen hatte eine Initiative kurdischer Aktivisten im Internet Videos veröffentlicht, die angeblich diese Anschläge zeigten.

Stand: 05.12.2018, 08:12