Polizeipläne gegen Ausschreitungen von Fußballfans in Minden

Bahnhof Minden, Inselbahnhof, mit Stadtwappen von Köln im Fassadenturm links, ehemalige Endstation der Köln-Mindener Eisenbahngesellschaft

Polizeipläne gegen Ausschreitungen von Fußballfans in Minden

  • Begegnungen von Fans oft gewalttätig
  • Minden ist Umsteigebahnhof
  • Seit Jahren Ausschreitungen, Chaos und Übergriffe

Wie können die Polizisten in Zukunft so eingesetzt werden, dass es am Bahnhof Minden keine Schlägereien von gegnerischen Fußballfans mehr gibt? Das will die Bundespolizei gemeinsam mit der Mindener Behörde klären.

Mehrere hundert Fußballfans wollen Zug stürmen

Am Samstagabend (20.10.2018) warteten etwa 400 Hannover-Fans auf einen Anschlusszug. Dabei versuchten sie einen Zug mit Köln-Anhängern zu stürmen. Es kam zu Schlägereien.

Am gleichen Abend konnte die Polizei Ausschreitungen zwischen Fußballfans Schalker und Bremer Fußballfans verhindern, die ebenfalls am ostwestfälischen Bahnhof an der Grenze zu Niedersachsen umsteigen mussten. Drei Beamte wurden bei dem Einsatz verletzt.

Gewalt-Risiko war vorher als gering eingeschätzt worden

Die beteiligten Gremien hatten bei der Risikobewertung im Vorfeld die Gefahr, dass gegnerische Fans aufeinander treffen könnten, als gering eingeschätzt. Eine Zugverspätung hatte dann doch zur Begegnung geführt.

Ausschreitungen und Gewalt seit Jahren

Seit Jahren kämpft die Polizei gegen das Problem an, dass beim Umsteigen an der DB-Hauptstrecke rivalisierende Fußballfans aufeinander stoßen und oftmals gewalttätig werden. Deshalb überwacht sie den Bahnhof Minden mittlerweile mit Videokameras. Doch die schrecken offensichtlich nicht ab: Im Februar 2018 überfielen Fußballfans den Supermarkt am Bahnhof und stahlen Alkohol. Ende August 2018 schlug ein Fan einem Zugbegleiter ins Gesicht.

Stand: 22.10.2018, 16:05