Wieder mehr Masern-Erkrankte im Märkischen Kreis

Junge mit Masern

Wieder mehr Masern-Erkrankte im Märkischen Kreis

  • Meinerzhagen und Kierspe mit 31 Fällen
  • Masern beginnen mit Grippe-Symptomen
  • Kontrolle des Impfschutzes empfohlen

In Meinerzhagen und Kierspe sind in diesem Jahr bereits 31 Menschen an Masern erkrankt. Das sind deutlich mehr als in den vergangenen fünf Jahren im gesamten Kreis, teilte das Kreisgesundheitsamt am Donnerstag (24.01.2019) mit.

Alle Erkrankten hatten keinen wirksamen Impfschutz, erläuterte das Kreisgesundheitsamt. Schulen oder Kindergärten seien bislang nicht betroffen.

2018 kein einziger Fall

Die Masern waren im Märkischen Kreis in den vergangenen Jahren kaum ein Thema. 2018 wurde kein einziger Fall bekannt. In den vergangenen fünf Jahren waren es kreisweit insgesamt elf.

Das Bild zeigt eine Impfung gegen Masern.

Impfung gegen Masern

Masern beginnen oft mit Grippe-Symptomen, gefolgt von einem rötlichen Ausschlag im Kopfbereich. Die meldepflichtige Viruserkrankung wird auch über Raumluft übertragen.

Der Fachdienst für Gesundheitsschutz rät deshalb zur Kontrolle des eigenen Impfschutzes gegen Masern - wer jedoch einmal Masern hatte, ist lebenslang immun.

Zahl der Masernfälle steigt weltweit

Masern auf dem Vormarsch

Ein ausgefüllter Impfpass

Die Erkrankungszahlen steigen laut WHO wieder: in Amerika, dem östlichen Mittelmeerraum und Europa. In Deutschland, Venezuela und Russland wurde zudem die entscheidende Impfrate von 95 Prozent nicht mehr erreicht.

Schuld sind nicht nur die Impfverweigerer. Sie stellen die Minderheit dar. Viele Menschen wissen gar nicht, dass sie keinen ausreichenden Impfschutz mehr haben. Damit verhindern sie die Ausrottung der Masern, klagt die Weltgesundheitsorganisation.

Stand: 25.01.2019, 09:06