Warstein: Martinshorn rettet Joggerin das Leben

Rettungskräfte im Wald suchen eine Joggerin in einer Böschung

Warstein: Martinshorn rettet Joggerin das Leben

Eine ungewöhnliche Suchaktion der Freiwilligen Feuerwehr hat einer Joggerin am Dienstagabend das Leben gerettet. Sie war in einem abgelegenen Waldgebiet eine Böschung hinabgestürzt.

Die 25-jährige Joggerin war allein unterwegs. Sie war vermutlich beim Joggen in der Dämmerung gestolpert und rutschte im Waldgebiet zwischen Hirschberg und Stimmstamm den Hang hinab.

Sie konnte zwar noch den Notruf wählen, die Rettungskräfte konnten sie aber nicht orten. Ihr Smartphone funktionierte beim Verbindungsaufbau nicht, sie hatte aber zusätzlich ein altes Klapphandy dabei, das ihr half.

Wegen vieler Funklöcher wurde die Verbindung allerdings immer wieder unterbrochen. Die Leitstelle alarmierte Donat Ahle, den Leiter der Warsteiner Feuerwehr, und der machte sich sofort mit einem Kollegen, den er unterwegs traf, auf den Weg.

Durch Martinshorn Unglücksstelle gefunden

Feuerwehrleute klettern im Wald Böschung hinunter

Rettungskräfte finden verunglückte Joggerin im Wald.

Da die Frau wegen der schlechten Handyverbindung nur spärliche Wegbeschreibungen durchgeben konnte, war das eingeschaltete Martinshorn letztlich entscheidend. Denn die verunglückte Joggerin konnte das laute Signal hören: erst in der Ferne, dann immer näher.

So tasteten sich die beiden Feuerwehrleute an die Unglückstelle heran. "Das war wie Lotto spielen", sagte der Leiter der Warsteiner Feuerwehr der WDR Lokalzeit Südwestfalen.

25-Jährige hätte kalte Nacht nicht überlebt

Am Ende musste die 25-Jährige mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen werden. Sie hatte sich beim Sturz am Bein verletzt und möglicherweise auch an der Wirbelsäule, da sie mit dem Rücken auf einen Baumstumpf geprallt war. Ihre Retter sind sicher: Wäre sie nicht gefunden worden, hätte sie die 2 Grad Celsius kalte Nacht im Wald in der dünnen Sportkleidung nicht überlebt.

Stand: 14.10.2020, 11:41