Ehrenamtliche Katzenfütterin nicht unfallversichert

Streunende Katzen auf einer Bahnschiene

Ehrenamtliche Katzenfütterin nicht unfallversichert

  • Lünerin hat nach Fütterung einen Verkehrsunfall
  • Versicherung verweigert Anerkennung als Arbeitsunfall
  • Sozialgericht entscheidet gegen die Ehrenamtliche

Eine Ehrenamtliche, die streunende Katzen füttert, ist nicht gesetzlich unfallversichert. Das hat das Sozialgericht Dortmund in einem am Montag (13.01.2020) veröffentlichten rechtskräftigen Urteil entschieden.

Geklagt hatte eine Frau aus Lünen, die nach der Fütterung der Streunerkatzen einen Verkehrsunfall hatte. Ihre Versicherung hatte es abgelehnt, ihre ehrenamtliche Tätigkeit für einen gemeinnützigen Tierschutzverein als Arbeitsunfall anzuerkennen. (AZ: S 18 U 452/18) Dagegen klagte die Tierschützerin ohne Erfolg.

Unversicherte Freizeitbeschäftigung

Das Sozialgericht erklärte, die Klägerin sei zum Unfallzeitpunkt nicht gesetzlich unfallversichert gewesen. Sie sei in dem Moment nicht als abhängig Beschäftigte tätig gewesen. In der Tätigkeit des Katzenfütterns erkannte das Gericht keine Arbeitnehmertätigkeit, da es sich den Richtern zufolge lediglich um ein Ehrenamt handelte.

Wie das Gericht erläuterte, handelte es sich bei der Fütterung der Streunerkatzen und den entsprechenden Wegen dazwischen um eine unversicherte Freizeitbeschäftigung. Mit Ausnahme der Kosten für das Futter habe die Frau weder Gehalt noch Aufwandsentschädigung erhalten.

Stand: 13.01.2020, 14:17