Fall Lügde: Anklage gegen neuen Verdächtigen

Das Landgericht Detmold

Fall Lügde: Anklage gegen neuen Verdächtigen

  • Vierter Beschuldigter im Fall Lügde
  • Verdächtiger war zur Tatzeit noch Jugendlicher
  • Laut Rechtsausschuss laufen im Fall Lügde 29 Ermittlungsverfahren
  • Prozessbeginn am 27. Juni

Im Fall des massenhaften Kindesmissbrauchs in Lügde ist am Montag (17.06.2019) beim Amtsgericht Detmold eine vierte Anklage eingegangen. Ein Mann wird beschuldigt, an dem Missbrauch von Kindern auf einem Campingplatz beteiligt gewesen zu sein. Der neue Beschuldigte im Missbrauchsfall Lügde war zur Tatzeit noch unter 18 Jahren. Über die Zulassung seiner Anklage muss jetzt das Jugendschöffengericht entscheiden. Vorgeworfen wird dem Mann eine Tat mit einem Opfer.

Vernehmungen führten zu mutmaßlichem vierten Täter

Im Zuge der Ermittlungen um den massenhaften sexuellen Missbrauch auf dem Campingplatz "Eichwald" im lippischen Lügde waren die Ermittler dem möglichen weiteren Täter auf die Spur gekommen. Was dem Mann genau vorgeworfen wird, wollen Amtsgericht und Staatsanwaltschaft in Detmold nicht sagen. Nur soviel ist klar: weil der Beschuldigte zur Tatzeit noch Jugendlicher war, entscheidet jetzt das Jugendschöffengericht über die Zulassung der Anklage.

Weitere Ermittlungsverfahren zum sexuellen Missbrauch in Lügde

Während bei dem vierten Beschuldigten die Prüfung der Anklage läuft, gibt es noch weitere Ermittlungen. Wie der Rechtsausschuss der NRW Landtages mitteilt, laufen insgesamt 29 Verfahren.

In der nächsten Woche beginnt vor dem Landgericht Detmold der Prozess gegen die drei mutmaßlichen Haupttäter aus Lügde, Steinheim bei Höxter und Stade in Niedersachsen.

Stand: 17.06.2019, 19:31

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