Missbrauchsfall Lügde: Familienhelferin befragt

Ein mit Polizeiband abgesperrter Wohnwagen auf dem Campingplatz Eichwald in Lügde

Missbrauchsfall Lügde: Familienhelferin befragt

  • Familienhelferin habe keinen Verdacht geschöpft
  • Angeblich nur positive Hinweise auf die Kindesentwicklung
  • Seit 2016 war sie zuständig für das Kind und den Pflegevater

Im Düsseldorfer Landtagsuntersuchungsausschuss zum massenhaften Missbrauchsfall auf einem Campingplatz in Lügde ist am Freitag (15.05.2020) eine sozialpädagogische Familienhelferin als Zeugin befragt worden.

Sie war seit Ende 2016 für das Kind und den Pflegevater zuständig und hatte damals nach eigenen Angaben keinen Verdacht auf einen möglichen Missbrauch geschöpft.

Zwei Stunden pro Woche für die Familie

Beauftragt wurde die Familienhelferin vom Jugendamt Hameln Pyrmont. Sie habe zwei Stunden in der Woche Zeit für die Familie gehabt und währenddessen nur Hinweise bekommen, dass sich das Kind bei dem Pflegevater gut entwickele.

Das habe auch ihrem Eindruck entsprochen. Weder von Behörden noch von anderen Stellen habe sie Informationen darüber erhalten, dass möglicherweise der Verdacht auf sexualisierte Gewalt besteht.

Die Lehren aus Lügde

WDR 5 Westblick - aktuell 23.04.2020 05:18 Min. Verfügbar bis 23.04.2021 WDR 5 Von Bettina Altenkamp

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Kinderschutz: Aus Lügde nicht schnell genug gelernt? Westpol 10.05.2020 UT DGS Verfügbar bis 10.05.2021 WDR

Stand: 15.05.2020, 13:58