Fall Lügde: Reul spricht mit Polizei in Lippe

Fall Lügde: Reul spricht mit Polizei in Lippe

  • Reul besucht Detmold und Brakel
  • Gespräch mit Polizisten
  • Beamte fühlen sich an den Pranger gestellt

Herbert Reul hat am Donnerstag (28.03.2019) die Polizei im Kreis Lippe besucht. Im Missbrauchsfall von Lügde hatte der NRW-Innenminister die Arbeit der Beamten kritisiert.

Mehr als zweieinhalb Stunden sprach er im Detmolder Kreishaus mit 350 Polizisten. Über das, was gesprochen wurde, wollte er nach dem Treffen nichts sagen - "das bleibt unter uns".

Reul lobt Polizisten

Nur so viel: "Ich war wirklich stark beschäftigt und angestrengt über die Fehler, die einzelne Polizisten in Lippe gemacht haben. Aber eines ist klar: Alle anderen, also der große Teil der Polizisten, die hier in Lippe arbeiten, machen einen super Job. Jeden Tag und jede Nacht." Er habe tolle Polizistinnen und Polizisten erlebt, auf die die nordrhein-westfälische Regierung stolz sein könne.

Laut Lippes Landrat Axel Lehmann wurde ausführlich diskutiert und Meinungen ausgetauscht. "Diese Veranstaltung war notwendig und hat gegenseitiges Verständnis gebracht."

"Polizeiversagen" und "meine Oma hätte gemerkt, dass da was nicht stimmt": Wegen dieser harten Kritik fühlen sich viele Polizisten von ihrem obersten Dienstherren an den Pranger gestellt, hatte ein Sprecher der Polizeigewerkschaft vorab gesagt.

Diskussion mit der GdP in Brakel

Am Abend diskutiert der Innenminister noch in Brakel (Kreis Höxter) mit der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Hier wird ein längeres Statement von Reul zu den Ereignissen in Lügde erwartet.

Innenminister Reul zu Lügde: "Polizisten haben Fehler gemacht"

WDR 2 20.03.2019 03:51 Min. Verfügbar bis 19.03.2020 WDR Online

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Stand: 28.03.2019, 15:27