Lügde-Prozess: Werden sich die Angeklagten äußern?

Mario S. und Andreas V. mit ihren Anwälten

Lügde-Prozess: Werden sich die Angeklagten äußern?

  • Fortsetzung der Plädoyers
  • Angeklagte haben das letzte Wort
  • Urteil soll am 5. September fallen

Werden sich die Angeklagten äußern oder nicht? Das ist eine der spannendsten Fragen am zehnten Verhandlungstag am Freitag (30.08.2019) im Prozess gegen Andreas V. (56 Jahre) und Mario S. (34 Jahre) wegen hundertfachen sexuellen Kindesmissbrauchs. Beide haben am Ende die Gelegenheit, etwas zu sagen. Ob sie sich jedoch äußern werden, ist unklar.

Konsequente Prozessführung

Zunächst ist der Prozess mit den Plädoyers fortgesetzt worden. Acht Nebenkläger haben das Wort, bis dann die Verteidiger ihre Schlussvorträge halten. Als konsequent und zielgerichtet könnte man die Prozessführung des Detmolder Landgerichts beschreiben. Trotz der insgesamt mehr als 500 Taten stehen nach nur zehn Prozesstagen die letzten Plädoyers an.

Bis zu 14 Jahre Haft gefordert

Polizei durchsucht Parzelle des Verdächtigen

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Bereits zum Prozessauftakt hatten die beiden Dauercamper gestanden, auf einem Campingplatz im lippischen Lügde in hunderten Fällen Kinder schwer sexuell missbraucht zu haben. Zwölfeinhalb Jahre Haft für Mario S. und 14 Jahre Haft für Andreas V. mit anschließender Sicherungsverwahrung haben die beiden Staatsanwältinnen dafür beantragt.

Urteil fällt am 5. September

Die Verteidiger der beiden Angeklagten wissen von der Schuld ihrer Mandanten - dennoch hoffen sie, dass die Geständnisse der beiden strafmildernd berücksichtigt werden.

Die letzten Plädoyers, die letzten Worte der Angeklagten werden erneut hinter verschlossenen Türen stattfinden. Erst bei der Urteilsverkündung am Donnerstag (05.09.2019) sind Zuhörer wieder zugelassen.

Stand: 30.08.2019, 06:19