Lügde-Prozess: Kinder als Zeugen geladen

Anklage im Fall Lügde

Lügde-Prozess: Kinder als Zeugen geladen

  • Prozesserleichterungen für Kinder
  • Öffentlichkeitsausschluss auf Antrag
  • Videovernehmung möglich

Am Donnerstag (27.06.2019) beginnt vor dem Landgericht in Detmold der Prozess wegen hundertfachen Kindesmissbrauchs auf dem Campingplatz in Lügde-Elbrinxen. Die Richter haben für das Verfahren viele der Kinder als Zeugen geladen. Ihr Auftritt vor Gericht soll so leicht wie möglich gemacht werden.

Vorkehrmaßnahmen für die Kinder

Die Richter müssen genau wissen, was auf dem Campingplatz passiert ist, die Aussagen der Kinder sind daher sehr wichtig. Deshalb werden einige Erleichterungen gewährt:

So können die Kinder sich vor dem Prozess den Gerichtssaal ansehen. Auf Antrag können Richter außerdem die Zuschauer vor die Tür schicken und es kann im Verhandlungssaal eine Trennwand aufgestellt werden.

Videovernehmung in gesondertem Raum

Beim Prozess setzt sich der Angeklagte nach hinten, sodass aussagende Kinder ihn nicht sehen müssen. Die Richter ziehen ihre Roben aus, um nicht einschüchternd zu wirken. Außerdem gibt es Videovernehmungen in einem gesonderten Raum.

Stand: 25.06.2019, 05:58