Lügde: Urteil gegen Heiko V. rechtskräftig

Heiko V. mit seinem Anwalt J. H. Popkes

Lügde: Urteil gegen Heiko V. rechtskräftig

  • Nach dem Urteil im Lügde-Prozess
  • Staatsanwaltschaft zieht Revision zurück
  • Grund: geringe Chance auf Erfolg

Das Urteil gegen Heiko V., den dritten Täter im Missbrauchsfall Lügde, ist rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft Detmold hat am Donnerstag (07.11.2019) ihre Revision zurückgezogen. Sie begründet das mit der geringen Erfolgsaussicht.

Viel Protest gegen das Urteil im Juli

Heiko V. war zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden, weil er mehrmals übers Internet live beim sexuellen Missbrauch von Kindern zugeschaut hatte. Zudem hatte er Anweisungen gegeben. Gegen das Urteil im Juli hatte es viel Protest gegeben.

Die Staatsanwaltschaft hatte Haft ohne Bewährung gefordert. Das Gericht hatte das Strafmaß dadurch begründet, dass die U-Haft bereits berücksichtigt gewesen sei. Heiko V. habe zudem die Taten gestanden und sei bereit, eine Therapie zu machen.

Sogar geringere Strafe möglich gewesen

Die Staatsanwaltschaft teilte am Donnerstag mit, dass es unwahrscheinlich sei, dass der Bundesgerichtshof das Urteil kassiert. Und selbst wenn er das mache, könnte es in einem neuem Verfahren sogar eine geringere Strafe geben.

Erstes Urteil im Fall Lügde: "Viele Eltern schockiert"

WDR 5 Morgenecho - Interview 18.07.2019 04:48 Min. Verfügbar bis 17.07.2020 WDR 5

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Stand: 07.11.2019, 14:43