Fall Lügde: Opferzahl steigt weiter

Polizeiauto am mutmasslichen Tatort in Lügde

Fall Lügde: Opferzahl steigt weiter

  • Mittlerweile 41 Opfer identifiziert
  • Es gibt weitere elf Verdachtsfälle
  • Bislang wurden 45 Opferschutzgespräche geführt

Im Fall des sexuellen Missbrauchs von Kindern auf einem Campingplatz in Lügde hat die Polizei mittlerweile 41 Opfer identifiziert. Die Ermittler gehen außerdem elf Verdachtsfällen nach, teilen Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag (03.05.2019) mit.

Betroffene Kinder werden betreut

Nach eigenen Angaben wurden von der Polizei umfangreiche Opferschutzmaßnahmen durchgeführt und 45 Schutzgespräche geführt. Ziel der Maßnahmen sei es, während und nach den polizeilichen Vernehmungen eine umfangreiche Betreuung sicherzustellen. Unter anderem werden betroffene Kinder "psychologisch stabilisiert, um beispielsweise eine Traumatisierung durch Vernehmungssituationen zu verhindern", heißt es in einer Pressemitteilung.

Dauercamper soll Kinder missbraucht haben

Auf einem Campingplatz in Lügde (Kreis Lippe) soll ein 56 Jahre alter Dauercamper mit einem Komplizen über Jahre hinweg Kinder missbraucht und dabei gefilmt haben. Die beiden Verdächtigen sowie ein Mann aus dem niedersächsischen Stade sitzen in Untersuchungshaft.

Stand: 03.05.2019, 13:45