Fall Lügde: Mehr Ermittler im Einsatz

Polizeiabsperrung auf dem Campinpgplatz Lügde

Fall Lügde: Mehr Ermittler im Einsatz

  • Mehr Personal für Ermittlungskommission "Eichwald"
  • Beamte sollen aus anderen NRW-Polizeibehörden kommen
  • Bislang 40 Opfer im Missbrauchsskandal von Lügde

Im Missbrauchsfall Lügde werden von Montag an (29.04.2019) zusätzliche Beamte die Ermittlungen der Bielefelder Polizei unterstützen. Sie kommen aus anderen NRW-Polizeibehörden und sollen unter anderem weitere Befragungen auf dem Campingplatz durchführen sowie das Areal weiter durchsuchen.

Aufstockung auf Anordnung des Innenministers

Dazu ist ein Durchsuchungsbeschluss der zuständigen Staatsanwaltschaft nötig, der auch weitere Ermittlungen veranlassen muss. Die personelle Aufstockung war von NRW-Innenminister Herbert Reul angeordnet worden: "Jeder denkbare Fund kann uns helfen, vielleicht nicht in dem Fall, aber in anderen Fällen!"

Derzeit sind mit dem Fall etwa 80 Ermittler beschäftigt. Polizei und NRW-Innenministerium nannten keine konkrete Zahl, wie viele Beamte die Kommission zusätzlich unterstützen sollen.

Sondersitzung des Innenausschusses

Die Anklageerhebung der Detmolder Staatsanwaltschaft wird in dieser Woche erwartet. Die Opposition im Landtag hat eine Sondersitzung des Innenausschusses zum Fall Lügde beantragt.

Fall Lügde: Reul kritisiert Staatsanwaltschaft

WDR 5 Morgenecho - Beiträge 27.04.2019 02:03 Min. Verfügbar bis 26.04.2020 WDR 5 Von Arne Hell

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Datenträger aufgetaucht

Mitte April war die Parzelle des Hauptverdächtigen auf dem Campingplatz abgerissen worden, dabei tauchten weitere Datenträger auf. Später wurde die Polizei auf einen Schuppen aufmerksam, den man bis dahin dem Verdächtigen nicht zugeordnet hatte.

Bislang 40 Opfer

Auf dem Areal in Lügde soll der Hauptbeschuldigte - ein 56 Jahre alter Dauercamper - mit einem Komplizen über Jahre hinweg Kinder missbraucht und dabei gefilmt haben. Die beiden Verdächtigen sowie ein Mann aus dem niedersächsischen Stade sitzen in Untersuchungshaft. Ermittelt wurden bislang 40 Opfer.

Stand: 29.04.2019, 10:41