Missbrauchsskandal Lügde: Durchsuchungen beendet

Durchsuchungen auf Campingplatz Lügde

Missbrauchsskandal Lügde: Durchsuchungen beendet

  • Spurensicherung Freitag beendet
  • Datenträger und Unterlagen sichergestellt
  • Opfer müssen teilweise noch einmal aussagen

Bei der größten Durchsuchungsaktion seit Bekanntwerden des Missbrauchsfalls in Lügde im Kreis Lippe hat die Polizei bis Freitag (01.03.2019) umfangreiches Beweismaterial gesichert. Die Ermittler fanden eine "mittlere zweistellige" Zahl an Unterlagen und Datenträgern. Darunter CDs, Disketten, SIM- und SD-Karten. Dazu hatten sie seit Mittwoch (27.02.2019) den Campingwagen und die Behausungen der Hauptbeschuldigten ausgeräumt und Spuren gesichert. Dabei fand ein spezieller Spürhund einen USB-Stick und andere Datenträger.

Fall Lügde: "Zu ernst, um als trojanisches Pferd herzuhalten"

WDR 5 Morgenecho - Kommentar 02.03.2019 02:16 Min. Verfügbar bis 29.02.2020 WDR 5 Von Bettina Altenkamp

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"Schlampige Arbeit der Polizei"

Peter Wüller, Anwalt von vier der Missbrauchsopfern, kritisiert die Arbeit der Behörden. "Es ist ein Unding, dass scheibchenweise, kleckerweise neues Beweismaterial sichergestellt wird. Das war eine ganz schlampige Arbeit der Polizei", so Wüller. Das dürfe nicht passieren, vor allem weil es um minderjährige Kinder und um schwerste Sexualstraftaten gehe.

Opfer müssen erneut befragt werden

Wüller hatte gehofft, dass seinen Mandanten wegen der Eindeutigkeit der Beweise eine erneute Befragung erspart bliebe. Wie die Staatsanwaltschaft jetzt mitteilte, müssen einige Opfer jedoch erneut vernommen werden. Auch, wenn dies eine zusätzliche Belastung der Opfer bedeute. Die Staatsanwaltschaft erhofft sich dadurch gemeinsam mit den bisherigen Ermittlungsergebnissen Verbindungen klären zu können. Außerdem glaubt der Staatsanwalt so noch wichtige Hinweise zu bekommen.

Wie der Lügde-Skandal den Landtag aufwirbelt

WDR RheinBlick 01.03.2019 23:43 Min. Verfügbar bis 01.03.2020 WDR Online

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Stand: 01.03.2019, 18:39