Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Ermittler in Lügde

Aktenordner mit der Aufschrift "Lügde" liegen auf dem Tisch eines Anwaltes

Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Ermittler in Lügde

Im Umfeld des Missbrauchsfalls von Lüge will ein Rechtsanwalt Dienstaufsichtsbeschwerde gegen zwei Polizisten einreichen. Sie sollen bei einer Vernehmung einen jungen Mann unzureichend über seine Rechte belehrt haben.

Der junge Mann soll vor Jahren selbst Opfer auf dem Campingplatz in Lügde geworden sein. Im Laufe der Befragung durch die Polizei soll sich herausgestellt haben, dass er auch Täter gewesen sein könnte.

"Eklatanter" Rechtsverstoß

Die Vernehmungsbeamten hätten ihm sofort einen Rechtsanwalt zur Seite stellen müssen, so sein heutiger Anwalt Christian Thüner. Das sei nicht geschehen, ein eklatanter Verstoß gegen die Rechte des Mannes, so Thüner. Die Polizei wollte sich nicht äußern.

Das Amtsgericht Detmold bestätigte dem WDR den Ablauf des Verhörs. Das Verfahren gegen den jungen Mann wurde inzwischen eingestellt.

Stand: 19.07.2019, 16:28

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