Pensionierte Beamte sollen Lügde-Akten anonymisieren

Prozessakten i FallLügde auf einem Tisch im Landgericht Detmold

Pensionierte Beamte sollen Lügde-Akten anonymisieren

  • 20 Stellen benötigt
  • Opfernamen werden geschwärzt
  • Datenschutzbeauftrager hatte sich beschwert

Polizisten im Ruhestand sollen vorübergehend wieder in den aktiven Dienst. Sie sollen die Akten des Missbrauchsskandals in Lügde bearbeiten. Die Namen der Opfer müssen aus den Unterlagen gestrichen werden. Schwierig sei dies aber, weil gleichzeitig die Zusammenhänge der Taten erkennbar bleiben müssen, so ein Sprecher des NRW-Innenministeriums.

Arbeit für 20 Beamte über drei Monate

Das nordrhein-westfälische Innenministerium hatte dazu Polizeibeamte angeschrieben, die in den vergangenen vier Jahren pensioniert worden waren. "Der Rücklauf war erfreulich groß", hieß es aus Düsseldorf am Mittwoch (13.11.2019).

Dort rechnet man damit, dass rund 20 Beamte damit ein Vierteljahr in Düsseldorf beschäftigt sein werden. Der Menge der zu bearbeitenden Akten sei "gewaltig". Die Ruheständler bekommen die Arbeit zusätzlich zu ihrer Pension vergütet.

Stand: 13.11.2019, 15:34