Irrfahrt: Autofahrer in Lüdenscheid gestoppt

Polizeiauto aus Wuppertal

Irrfahrt: Autofahrer in Lüdenscheid gestoppt

  • Zwei Verletzte in Lüdenscheid
  • Irrfahrt durch die Stadt
  • Ursache wohl Erkrankung

Ein 64-jähriger Autofahrer hat am Samstagabend (03.08.2019) bei einer Irrfahrt durch Lüdenscheid (Märkischer Kreis) zwei Menschen leicht verletzt und hohen Sachschaden verursacht. Laut Polizei hatte er gesundheitliche Probleme.

Begonnen hatte die Irrfahrt nach Aussage der Leitstelle gegen 19 Uhr. Der Mann war auf einer Hauptverkehrsstraße im Stadtgebiet unterwegs, als er plötzlich sein Fahrzeug in den Gegenverkehr steuerte. Wenig später kollidierte er mit einer Werbetafel und einem Poller. Der Mann setzte seine Fahrt durch die Stadt fort und wäre fast in eine Menschengruppe gefahren, die vor einer Gaststätte stand.

Fußgänger weichen nur knapp aus

Die Fußgänger konnten noch rechtzeitig ausweichen, eine Person wurde dabei leicht verletzt. Die alarmierte Polizei konnte den 64-Jährigen wenig später stellen, als er vor einer roten Ampel stoppte. Eine Beamtin geriet mit dem Fuß unter einen Reifen und wurde ebenfalls leicht verletzt.

Der Fahrer habe nach Alkohol gerochen und sei sichtlich verwirrt gewesen, hieß es. Wenig später sei er auf der Polizeiwache kollabiert. Er wurde in ein Krankenhaus eingewiesen.

Wohl kein Vorsatz

Derzeit gehe man nicht von Vorsatz aus, sagte ein Polizeisprecher dem WDR am Sonntag. Der 64-Jährige sei nach Aussage von Verwandten schwer krank und auf starke Medikamente angewiesen. Möglicherweise habe die Kombination der Medikamente mit Alkohol den verwirrten Zustand herbeigeführt.

Irrfahrt nach "Rom": Navi falsch eingestellt Lokalzeit aus Bonn 27.05.2019 Verfügbar bis 27.05.2020 WDR Von Maja Peters

Stand: 04.08.2019, 10:01