Lüdenscheid geht gegen Schwertransporte vor

Lüdenscheid wehrt sich gegen Schwertransporte 00:51 Min. Verfügbar bis 14.11.2020

Lüdenscheid geht gegen Schwertransporte vor

  • Überregionale Schwertransporte oft durch die Stadt
  • Straßenschäden sind Folge
  • Einhaltung gesetzlicher Regelungen gefordert

Die Stadt Lüdenscheid wehrt sich gegen überregionale Schwertransporte. Seit der Sperrung maroder Brücken auf der A45 nehmen immer mehr einen Umweg durchs Stadtgebiet.

Die mehr als 44 Tonnen schweren Transporte schädigen dabei städtische Straßen massiv, sagt die Stadt. Zu viele Behörden machten es sich zu einfach, wenn sie Schwertransporte über 250 Kilometer genehmigen. Lüdenscheid fordert die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben.

Die zuständigen Genehmigungsbehörden in Deutschland würden oft darauf verzichten zu prüfen, ob der Transport auch auf dem Schienen- oder Wasserweg hätte durchgeführt werden können, sagt Christian Miß von der Stadt Lüdenscheid. "Ich denke, die Speditionen greifen das dankbar auf und freuen sich. Letztendlich verdienen sie ja auch ihr Geld damit, dass der Transport auf der Straße rollt."

Deshalb will die Stadt Lüdenscheid künftig noch strenger kontrollieren, ob Schwertransporte über ihre Straßen fahren dürfen. Vertreter der Südwestfälischen IHK betonten heute die Notwendigkeit von Schwertransporten und forderten mehr Geld für die Infrastruktur.

Stand: 14.11.2019, 17:55