Lange Haftstrafe wegen Brandstiftung in Lüdenscheid

Elfeinhalb Jahre wegen Brandstiftung 00:47 Min. Verfügbar bis 31.01.2020

Lange Haftstrafe wegen Brandstiftung in Lüdenscheid

Ein Mann aus Lüdenscheid ist wegen versuchten Mordes zu elfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er hatte zwei Mehrfamilienhäuser angezündet.

Das Landgericht Hagen sprach den Mann des 27-fachen versuchten Mordes und der besonders schweren Brandstiftung schuldig. Seine Ehefrau wurde wegen Beihilfe zu zwei Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt. Das Gericht geht davon aus, dass das Paar mit der Brandstiftung eine kurz zuvor abgeschlossene Hausratversicherung um 70.000 Euro betrügen wollte.

Absprache zwischen Verteidigung und Staatsanwaltschaft

Der Mann hatte gestanden, 70 Liter Brandbeschleuniger in den beiden benachbarten Mehrfamilienhäusern verteilt zu haben. Bei dem Brand im Mai 2018 hatte die Feuerwehr mehrere Menschen aus dem verrauchten Haus retten müssen. Ihnen war der Fluchtweg bereits versperrt. Der Angeklagte habe ihren Tod in Kauf genommen, hatte die Staatsanwältin betont.

Im Vorfeld hatte es Absprachen zwischen Verteidigung und Staatsanwaltschaft gegeben: Bei einem Geständnis solle eine Strafe zwischen zehn und zwölf Jahren herauskommen.

Stand: 31.01.2019, 16:03