Drogenküche in Lüdenscheid ausgehoben

Die sichergestellten Drogen

Drogenküche in Lüdenscheid ausgehoben

  • Einsatz nach Beziehungsstreit
  • Kiloweise Drogen gefunden
  • Tatverdächtiger in U-Haft

In Lüdenscheid ist eine Amphetaminküche aufgeflogen. Wie die Polizei am Mittwochmorgen (06.11.2019) mitteilte, hatte ein Beziehungsstreit bereits am 26. Oktober die Ermittler auf die Spur des Tatverdächtigen gebracht.

Nach Zoff bei Polizei gemeldet

Demnach hatte sich der 26-Jährige mit seiner Lebensgefährtin in den Haaren. Die Frau packte daraufhin - "voll des Zornes über ihn", wie die Polizei schreibt - bei den Beamten aus: Ihr Freund habe eine große Menge Betäubungsmittel zuhause. Er stelle auch Drogen selbst her, um sie zu verkaufen.

Mit einem Durchsuchungsbeschluss statteten die Ermittler dem Mann einen Hausbesuch ab - und stellten umfangreiches Beweismaterial sicher: 1,7 Kilo Amphetamin, ein Kilo Marihuana und 55 Gramm Kokain. Die Ermittler schätzen den Wert der Drogen auf rund 35.000 Euro.

Außerdem fanden die Beamten Chemikalien und Zubehör, um Drogen herzustellen. Nach ersten Schätzungen wäre das Material geeignet gewesen, bis zu 70 Kilo Amphetamin für den Konsum zu produzieren.

Mehrere Jahre Haft möglich

Die Polizei nahm den Tatverdächtigen in seiner Wohnung fest. Ein Richter schickte ihn in Untersuchungshaft. Der Vorwurf: Herstellung von und illegaler Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge.

Der Lüdenscheider muss jetzt mit einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen.

Stand: 06.11.2019, 08:18