Lokführer aus Bad Berleburg angeklagt

Lokführer aus Bad Berleburg angeklagt

  • Gullydeckel von Brücke gehängt
  • Angeklagter bestreitet Vorwürfe
  • Motiv unklar

Die Siegener Staatsanwaltschaft hat einen Lokführer aus Bad Berleburg angeklagt, weil er einen Anschlag auf seinen Zug vorgetäuscht haben soll.

Regionalzug in Gullydeckel gefahren

Er soll vor einem Jahr einen Gullydeckel von einer Brücke bei Bad Berleburg herabhängen lassen haben. Dann soll er mit seinem Regionalzug der Hessischen Landesbahn absichtlich dagegen gefahren sein. Die Ermittler gingen zunächst von versuchtem Mord aus.

Spuren führten zum Lokführer

Durch Spuren an Gullydeckel und Seil kamen sie aber darauf, dass der damals 49-jährige Lokführer selbst hinter dem Anschlag stecken könnte. Bei Wohnungsdurchsuchungen fanden die Ermittler außerdem Schneidewerkzeuge, Handschuhe sowie ganz ähnliche Knoten wie an der Gullydeckel-Konstruktion am Brückengeländer.

Ein Motiv konnte nicht ermittelt werden. Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe. Er muss sich jetzt wegen wegen Vortäuschens einer Straftat und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr vor Gericht verantworten. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu vier Jahre Haft.

Stand: 28.04.2020, 17:16