Lob für Eurobahn im Münsterland

Regionalzug der Eurobahn

Lob für Eurobahn im Münsterland

  • Unternehmen fährt zuverlässiger
  • Mehr Lokführer eingestellt
  • Kapazitätsproblem nur teilweise gelöst

Der Nahverkehrsverband Westfalen-Lippe hat der Eurobahn ein gutes Zwischenzeugnis ausgestellt. Auf WDR-Anfrage teilte der Verband am Dienstag (11.06.2019) mit, die Eurobahn-Verbindungen - etwa von Münster nach Rheine oder Osnabrück oder von Ibbenbüren Richtung Hengelo oder Bielefeld - seien deutlich zuverlässiger geworden. Die selbstverschuldeten Verspätungen lägen unter einem Prozent.

Im vergangenen Jahr hatte der Zweckverband als Auftraggeber die Eurobahn mehrfach wegen Zugausfällen, Verspätungen und übervoller Züge abgemahnt. Ein Hauptproblem waren fehlende Lokführer. Das soll es möglichst nicht mehr geben, so eine Sprecherin des Keolis-Konzerns, zu der die Eurobahn gehört. Man habe das Personal deutlich aufgestockt und man suche weiter nach Fachkräften.

Fahrzeugausfälle durch Unfälle

Zerstörter Zug

Kaputte Züge können lange ausfallen

Auch bei der Kapazität gebe es Verbesserungen. Trotzdem wird es in manchen Zügen für die Fahrgäste immer noch eng, kritisiert der Nahverkehrsverband. Das liege daran, so Keolis, dass es vertraglich festgelegt sei, wie viele Reservefahrzeuge die Eurobahn vorhalten müsse. Dieses Soll erfülle sie auch.

Allerdings fallen Fahrzeuge teilweise Monate aus, zum Beispiel wegen Unfällen an nicht genügend gesicherten Bahnübergängen. Die Reserve aus eigener Kasse aufzustocken, rechne sich für die Eurobahn jedoch nicht.

Stand: 11.06.2019, 11:00

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