Kein Schleuser: Polizei Coesfeld lässt Lkw-Fahrer frei

LKW-Ladeluke

Kein Schleuser: Polizei Coesfeld lässt Lkw-Fahrer frei

  • Lkw-Fahrer aus Polizeigewahrsam entlassen
  • Flüchtlinge aus dem Sudan
  • Ziel war Großbritannien

Die Kreispolizei Coesfeld hat einen 38-jährigen Lkw-Fahrer wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Aus seinem Lkw hatten die Beamten am Dienstag (12.03.2019) vier Flüchtlinge befreit. Der Verdacht, der Rumäne habe die jungen Männer bewusst nach Rosendahl-Osterwick geschleust, habe sich nicht erhärtet, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch (13.03.2019).

Flüchtlinge wollten nach Großbritannien

Frontansicht eines weißen LKWs

Endstation war das Milchwerk in Osterwick

Die Polizei hat inzwischen die Identität der Flüchtlinge geklärt. Sie sind 15, 17, 18 und 30 Jahre alt und stammen aus dem Sudan. Bei einer Pause des Lkw im französisch-belgischen Grenzgebiet waren sie unbemerkt in die Transportboxen geklettert, so ihre Aussage.

Weil der Lkw irische Kennzeichen hat, hatten die jungen Männer gehofft, so nach Großbritannien zu gelangen. Als sich die Klappen öffneten, standen sie allerdings vor deutschen Polizisten und Mitarbeitern des Milch-Werks in Rosendahl-Osterwick.

Zwei waren schon in Deutschland

Die vier Sudanesen müssen sich jetzt wegen illegaler Einreise verantworten. Zwei Männer haben bereits in der Vergangenheit einen Asylantrag bei einer anderen Behörde in Deutschland gestellt und werden dorthin verwiesen. Die beiden Minderjährigen werden dem zuständigen Jugendamt zur Betreuung überstellt.

Stand: 13.03.2019, 20:00

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