Unwetter: Hunderte Feuerwehr-Einsätze in OWL

Unwetter in Ostwestfalen-Lippe WDR aktuell 21.05.2019 01:33 Min. Verfügbar bis 21.05.2020 WDR

Unwetter: Hunderte Feuerwehr-Einsätze in OWL

  • Straßen und Keller in OWL überflutet
  • 350 Feuerwehr-Einsätze allein in Lippe
  • Meteorologe: Wetter beruhigt sich

Tief "Axel" hat am Dienstag (21.05.2019) die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr in OWL stark beschäftigt. Besonders stark betroffen war laut Polizei der Kreis Lippe: Dort gab es allein bis zum Morgen mehr als 350 Einsätze.

Besonders in Kalletal, Dörentrup und Extertal, aber auch in der Detmolder Innenstadt, in Bad Salzuflen und Lemgo liefen etliche Keller voll. Straßen waren überflutet und nicht befahrbar.

Schafsherde weggespült

In Lemgo wurde eine Herde mit etwa 40 Schafen weggespült. Lediglich elf Tiere konnten gerettet werden. In Dörentrup-Bega wurden der Ortskern und die Kirche überschwemmt. In Kalletal drang Schlamm in den Keller eines Seniorenheims ein. 

Aber auch in anderen Städten und Kreisen Ostwestfalens gab es durch das Gewitter überschwemmte Straßen und vollgelaufene Keller, unter anderem in Bielefeld, Höxter und Delbrück.

Wie bereiten sich Städte auf den Klimawandel vor?

WDR 5 Profit - Topthemen aus der Wirtschaft 19.09.2018 03:28 Min. Verfügbar bis 19.09.2019 WDR 5

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Spitzenreiter in Sachen Regenmengen waren laut des Lübbecker Meteorologen Friedrich Föst die Regionen Extertal bis Horn-Bad Meinberg und Büren bis Bad Wünnenberg. So kamen an der Wetterstation Wünnenberg-Eilern bis zum Mittag 90,9 Liter auf einen Quadratmeter zusammen.

"Da die Schauer und Gewitter nicht jede Wetterstation gleichermaßen getroffen hat, sind lokal auch noch höhere Regenmengen aufgetreten", teilte Friedrich Föst dem WDR mit.

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Zum Vergleich: Die durchschnittlichen Niederschlagsmengen für den Monat Mai liegen in OWL zwischen 55 und 70 Litern pro Quadratmeter, so dass vor allem im Osten und Süden innerhalb weniger Stunden mehr als eine gesamte Monatsmenge vom Himmel gekommen ist. 

"Zur Beruhigung: In den kommenden Tagen beruhigt sich das Wetter, stärkere Schauer und Gewitter sind nicht in Aussicht", sagt Meteorologe Föst.

Starkregen Markt 31.10.2018 07:14 Min. Verfügbar bis 31.10.2019 WDR

Stand: 21.05.2019, 16:04

Kommentare zum Thema

5 Kommentare

  • 5 linux 21.05.2019, 22:14 Uhr

    Und noch ein Neubaugebiet und noch ein Industriegebiet und noch ein paar Landwirte die ihre Felder mit Drainage versehen und wenn dann mal ein paar Tage Regen kommt und die alten Kanäle ihre Aufnahmeleistung überschritten haben sagt man dazu Klimawandel.

  • 4 Norbert Hauka 21.05.2019, 16:28 Uhr

    Hallo, für den Klimawandel sind m. E. Politer verantwortlich. Beispiel Im Kreis Minden-Lübbecke wurden die Hauskläranlagen verboten. Eine Möglichkeit durch biologische Kläranlagen Wasser auf dem Grundstück zu belassen wurde untersagt. Nun wird das Wasser, welches über Jahrhunderte dem Boden wieder zurückgegeben wurde, direkt in die Weser eingeleitet. Bei längeren Trockenperioden fehlt dieses Wasser und Bäume und Sträucher sind vertrocknet, andere wurden krank und verlieren ihre Standfestigkeit. Bei längeren Trockenzeiten kommt es zu Absackungen des Bodens. Hausfundamente senken sich. Das Fernsehen berichtete darüber. Ein Haus musste wegen Einsturzgefahr evakuieert werden. Auch bei uns sind Rissbildungen in den Häusern zu sehen. Ein Bodengutachten liegt vor. Bei längerer Trockenheit wird der Boden derart hart, dass Wasser nach einem Gewitterschauer nicht in tiefergelegene Bodenschichten gelangen kann. Dass Wasser fließt oberflächlich ab oder verdunstet. Tel. 0571 6464010 Gruß NH

  • 3 Reni 21.05.2019, 15:41 Uhr

    Schrecklich. Vor allem die , die auf andere angewiesen sind, weil sie sich nicht mehr selbst helfen können. Die armen Schafe tun mir auch sehr leid, es hat bestimmt noch andere, z. B. eingesperrte Tiere , erwischt.

  • 2 Mitleid&Gullis 21.05.2019, 13:04 Uhr

    Allen Betroffenen möchte ich mein Mitgefühl aussprechen. Ich hoffe, das ihnen Zeitnah geholfen wird. Was auffällt ist, das in den vergangenen Jahren, sehr wahrscheinlich aus Kostengründen, Strassen und vor allem Gullis (Abläufe) an Strassenrändern selten bis gar nicht gereinigt /entleert wurden. Das führt dann unweigerlich zu Überschwemmungen bei Regenfällen. Starkregen hat es früher auch gegeben, doch da konnte das Wasser wenigestens in der Kanalisation abfliessen....Hier sollten die Ämter / Zuständigen Stellen in die Pflicht genommen werden...Der Bürger zahlt die Gebühren, doch die im Voraus gezahlte Arbeit wird nicht erbracht.

  • 1 Atze 21.05.2019, 12:27 Uhr

    Danke an die Feuerwehr im ganzen Land, die den Bürgern immer und ständig in Notlagen zur Hilfe kommt. Die Hilfsorganisationen verdienen Anerkennung und Würdigung ihrer permanenten Hilfen. Umso mehr ist man erschrocken, wenn man von tätlichen Übergriffen auf all die Helfer lesen muss. Ich würde gerne mal lesen, dass es zu harten Verurteilungen solcher Menschen kommt, die Hilfskräften bedrohen oder gar angreifen.