Bulgaren nach Horn-Bad Meinberg gelockt

Bulgaren nach Horn-Bad Meinberg gelockt

  • Diskussion im Stadtrat Horn-Bad Meinberg
  • Es ging um den Umgang mit Zuwanderern
  • Bürgermeister verspricht mehr Ordnungspersonal

200 Einwohner haben am Donnerstagabend (11.07.2019) mit Politikern im Stadtrat Horn-Bad Meinberg über die sich verändernden Lebensbedingungen bis in die Nacht hinein diskutiert. Es ging um den Umgang mit zugewanderten Familien aus Bulgarien und Rumänien.

Zwielichtige Geschäftsmänner locken anscheinend mithilfe falscher Versprechungen Arbeiter aus Bulgarien gezielt nach Lippe. Das Problem ist auch bekannt aus anderen lippischen Kommunen wie Lage, Bad Salzuflen und Augustdorf.

Wuchermieten verlangt

Hintermänner kaufen leerstehende oder andere besonders günstig zu mietende Häuser, vermieten sie zu Wucherpreisen und kassieren dann noch einen Großteils des Gehalts, das die Bulgaren auf Großbaustellen oder in Großschlachtereien verdienen.

Unmut bei Alteingesessenen

360 Menschen haben sich seit 2017 vor allem in der Innenstadt von Horn legal als EU-Bürger angesiedelt - fast alle stammen aus demselben Ort in Bulgarien. Ordnungswidrigkeiten wie Ruhestörung, falsch parkende Autos und Müll auf dem Bürgersteig sorgen aber für Unmut bei alteingesessenen Einwohnern.

Einen signifikanten Anstieg bei Straftaten hat die Polizei bislang nicht verzeichnet. Bürgermeister Stefan Rother versprach im Rat zwei zusätzliche Mitarbeiter für das Ordnungsamt in Horn-Bad Meinberg und forderte eine rund um die Uhr besetzte Polizeiwache.

Stand: 12.07.2019, 08:25

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