Neuenkirchener soll eigene Mutter umgebracht haben

Rettungskräfte betreten ein Grundstück, das mit einem Trassierband abgesperrt ist

Neuenkirchener soll eigene Mutter umgebracht haben

  • 55-jähriger Sohn festgenommen
  • Vorwurf: Mord durch Ertränken
  • Erbstreitigkeiten könnten Tatmotiv sein

Nach dem Tod einer 79-jährigen Frau aus Neuenkirchen Ende Juni hat die Polizei in der Nacht zu Dienstag (15.10.2019) den Sohn der Verstorbenen festgenommen.

Polizei Münster: Mord durch Ertränken

Die Polizei hält ihn für dringend tatverdächtig, seine Mutter umgebracht zu haben. Der 55-Jährige soll sie an einem Gurt in einen Brunnen herabgelassen haben, wo sie ertrunken ist.

"Dem Mann aus Neuenkirchen wird zur Last gelegt, in den späten Abendstunden des 25. Juni seine Mutter an einem Gurt und einer im Brunnen stehenden Leiter herabgelassen und in dem zwei Meter tiefen Wasser des Brunnens ertrinken lassen zu haben", sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt.

Leiche hatte Hämatome am Kopf

Bereits im Juni war nach der Obduktion klar, dass die Frau ertrunken ist. Sie hatte Hämatome am Kopf, die nicht von einem Sturz in den Brunnen stammen. Vielmehr wurden ihr diese Verletzungen vorher zugefügt. Martin Botzenhardt: "Anschließend soll der Tatverdächtige seine, durch den Angriff vermutlich wehrlose, Mutter in den Brunnen verbracht und dort getötet haben."

Hintergründe der Tat sollen Erbstreitigkeiten gewesen sein. "Als die 79-Jährige plante, Großteile ihres Grundbesitzes zu veräußern, sah der 55-Jährige möglicherweise sein Erbe und seine Pläne das Anwesen geschäftlich für eigene Zwecke zu nutzen, in Gefahr", so der Leiter der Mordkommission, Kriminalhauptkommissar Joachim Poll.

Durch den plötzlichen Tod seiner Mutter soll er versucht haben, seine finanzielle Situation zu retten. Nach seiner Festnahme äußerte sich der 55-Jährige nicht zu den Vorwürfen.

Leichenfund in Neuenkirchen Lokalzeit Münsterland 27.06.2019 02:26 Min. Verfügbar bis 27.06.2020 WDR

Stand: 15.10.2019, 20:00