Gericht lockert Maskenpflicht für Lehrer in Münster

Nastava sa maskama; Učiteljica i učenica sa maskama

Gericht lockert Maskenpflicht für Lehrer in Münster

Das Verwaltungsgericht Münster hat am Freitag die strenge Maskenpflicht für sämtliche Lehrer und Lehrerinnen in Münster gelockert. Es folgte damit dem Eilantrag eines Lehrers.

Seit Montag mussten alle Lehrer und Lehrerinnen in Münsters Schulen selbst dann eine Maske tragen, wenn sie den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten konnten. Damit ging Münster deutlich über die Vorgaben des Landes hinaus – und das hält das Verwaltungsgericht für übertrieben.

Gericht verweist auf niedrige Inzidenzzahl

In seinem Beschluss verweist das Gericht auf das aktuelle Infektionsgeschehen in der Stadt. Die Sieben-Tage-Inzidenz sei rückläufig und mit 56,8 an diesem Freitag sogar die niedrigste in ganz NRW, betonen die Richter. Münster weise kein lokales Infektionsgeschehen aus, das verschärfende Verfügungen erforderlich mache.

Nun gelten wieder die Landesvorgaben

Für die Lehrerinnen und Lehrer bedeutet dies, dass sie zwar weiterhin Masken tragen müssen, aber nur im Rahmen der Corona-Betreuungsverordnung des Landes.

Stadt will Beschluss nicht hinnehmen

Die Stadtverwaltung Münster kündigte aber wenige Stunden später an, vor dem Oberverwaltungsgericht Münster Beschwerde einzulegen. Sie meint, dass der Mindestabstand in den Schulen zu oft nicht eingehalten werden kann. So müssten immer wieder ganze Klassen in Quarantäne geschickt werden.

Stand: 27.11.2020, 17:13