Arnsberger bauen Rollstuhlrampen aus Lego

Lego-Rampen

Arnsberger bauen Rollstuhlrampen aus Lego

In Arnsberg sollen Rollstuhlrampen aus Legosteinen die Stadt barrierefreier machen. Viele Helfer bauen daran mit, doch das Projekt braucht noch mehr Unterstützung.

Steine in den Weg legen - und ihr so frei machen. So lässt sich die Idee des Pilotprojekts zusammenfassen: Aus Hunderten der kleinen bunten Plastik-Klemmbausteine entstehen in Arnsberg mobile Rampen. Sie sollen Menschen helfen, kleine Stufen vor Geschäften und städtischen Gebäuden zu überwinden.

Eine kreative Alternative

"Oft fehlt diese kleine Unterstützung, um den letzten Weg gehen oder rollen zu können", weiß die Beauftragte für Menschen mit Behinderungen der Stadt Arnsberg, Doris Feindt-Pohl. Eine Rampe aus Klemmbausteinen könne eine echte Alternative sein.

Lego-Rampen

Der Auftakt zum Pilot-Projekt Rampenbau ist schon gemacht.

Im August hat schon die erste Bau-Aktion mit dem Kinder- und Jugendzentrum in Neheim und anderen Beteiligten stattgefunden. Weitere Termine sind geplant. Unter anderem soll es einen Workshop auf dem Nachhaltigkeitsfestival "Schlabberkappes" 2021 geben, bei dem Rollstuhlrampen gebaut werden.

Spenden und Hilfe beim Bau sind gefragt

Doch nicht nur beim Bau können Interessierte sich einbringen: Es werden auch noch Legosteine für weitere Rampen gebraucht, besonders "Basic" Steine, "Basic" flache Steine und vor allem Grundbauplatten, auf denen die Rampen verklebt werden können.

Zwei Kinderhände halten Legosteine.

Für die Rampen werden Hunderte Klemmbausteine benötigt.

Wer Steine für die Aktion spenden möchte, kann diese bei den Arnsberger Stadtbüros in Arnsberg, Hüsten und Neheim abgeben. Dort wurden Sammelboxen aufgestellt. Außerdem dürfen sich Hausbesitzer und Mieter melden, deren Gebäude eine Rampe brauchen könnten.

Die fertigen Rampen können bei Bedarf einfach an Stufen und Treppen angelegt werden. Das klappt allerdings nur für Stufen bis etwa 18 Zentimeter, da die Lego-Bauwerke ansonsten zu schwer und zu lang würden.

Unterstützung aus dem Saarland

Damit alles passt, gibt es technische Unterstützung von der Zukunftswerkstatt Saar e.V., die auch schon in anderen Städten solche Legorampen gebaut hat.

Informationen und Kontakt zu den Bau-Teams in Arnsberg hat die Beauftragte für Menschen mit Behinderung der Stadt Arnsberg, Doris Feindt-Pohl, unter Telefon 02932 / 201 1309 oder per Mail an d.feindt-pohl@arnsberg.de.

Stand: 03.09.2021, 08:36