Ärger in Münster über Wohnungs-Sanierungen

eine Hausfassade ist von einem Gerüst umbaut

Ärger in Münster über Wohnungs-Sanierungen

  • LEG saniert 360 Wohnungen
  • Viele Mieter sehen darin keinen Nutzen
  • Balkon-Brüstungen zu niedrig

In Münster ärgern sich Mieter über Modernisierungsmaßnahmen an ihren Häusern. Das Wohnungsunternehmen LEG lässt in rund 360 Wohnungen die Fassaden, Dächer und Kellerdecken dämmen und neue Fenster einbauen. Auf die Mieter kommen danach zum Teil satte Mieterhöhungen zu.

Mieter schließen sich zusammen

Ein Ehepaar steht au feinem Balkon

Das Ehepaar Grumpe ärgert sich über die Sanierung

Darum haben sich am Mittwoch (07.08.2019) die Mieter mehrerer LEG-Wohnsiedlungen in Münster-Mecklenbeck getroffen. Viele von ihnen sind wütend. Auch die Eheleute Grumpe zum Beispiel. Sie sollen demnächst fast 200 Euro mehr Kaltmiete für ihre 74-Quadratmeter-Wohnung zahlen. Dabei seien viele der Modernisierungsmaßnahmen einfach nur ärgerlich, sagen sie. So habe die LEG völlig intakte Fenster durch neue ersetzt, außerdem sei die Raumluft in ihrer Wohnung nach der Fassadendämmung deutlich stickiger geworden.

Kein Zugang zu den Balkonen

Eine Hand hält einen Zollstock an eine Hauswandkante

Die Balkon-Brüstungen sind sieben Zentimeter zu niedrig

Am meisten aber ärgern sie und ihre Nachbarn sich über die Balkone. Deren Brüstungen waren von Anfang an zu niedrig und sollen demnächst erhöht werden. Es geht um sechs Zentimeter. In der Zwischenzeit will die LEG die Zugänge zu den Balkonen aus Sicherheitsgründen verschließen. Die Mieter verstehen nicht, dass die Erhöhung der Brüstungen nicht zeitgleich mit den anderen Sanierungsarbeiten durchgeführt wurde.

Die LEG bittet derweil um Verständnis. Die fehlende Höhe sei bei Nachmessungen aufgefallen. "Der Schutz und die Sicherheit der Mieter stehen für uns an erster Stelle", betont das Unternehmen. Die LEG investiert derzeit rund 3,65 Millionen Euro in ihre Häuser in Münster.

 

Weiter Ärger um LEG-Wohnungen in Münster Lokalzeit Münsterland 08.08.2019 Verfügbar bis 08.08.2020 WDR Von Heike Zafar

Stand: 08.08.2019, 19:59