Burgsteinfurter Bauern werden vorerst nicht enteignet

Landwirte halten eine Karte der geplanten Ortsumgehung K76n bei Burgsteinfurt

Burgsteinfurter Bauern werden vorerst nicht enteignet

Von Christian Schweitzer / Catrin Grabkowsky

  • Bauern sollten Fläche für Straßenbau abgeben
  • Gericht zweifelt Planfeststellungsbeschluss an
  • K76n kann zunächst nicht gebaut werden

In Burgsteinfurt werden fünf Landwirte vorerst nicht enteignet. Das folgt aus einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts in Münster. Die Bauern sollten eigentlich einen Teil ihres Grundes für eine geplante Umgehungsstraße abgeben.

Bäuerin hatte Eilantrag gestellt

Nach Ansicht des Gerichts ist jedoch der Planfeststellungsbeschluss der Bezirksregierung möglicherweise rechtswidrig. Der Gerichtsentscheidung war der Eilantrag einer Bäuerin vorausgegangen.

K76n wird vorerst nicht gebaut

Ackerflächen bei Burgsteinfurt, im Hintergrund die Fachhochschule

Durch die Gerichtsentscheidung kann die Umgehungsstraße K76n erstmal nicht gebaut werden, die Enteignung der Bauern ist daher vorerst hinfällig. Die Straße war im Sommer von der Bezirksregierung genehmigt worden und sollte dafür sorgen, dass der zunehmende Verkehr zur Fachhochschule Steinfurt nicht durch ein Wohngebiet fließt. Der Baustart war für 2020 geplant.

Kreistag wollte Projekt nicht stoppen

Erst am Montag (17.12.2018) hatte der Steinfurter Kreistag abgelehnt, das Projekt zu stoppen und damit die Enteignung in Kauf genommen. Es wäre die erste Enteignung für den Straßenbau seit mindestens 13 Jahren im Regierungsbezirk Münster.

Landwirte kämpfen gegen Enteignung Lokalzeit Münsterland 17.12.2018 03:13 Min. Verfügbar bis 17.12.2019 WDR Von Ekkehard Wolff

Stand: 18.12.2018, 14:38