Münsterländische Landwirte profitieren von EU

Ein Tracktor auf dem Feld im Vordergrund eine Eu-Fahne die im Wind weht

Münsterländische Landwirte profitieren von EU

Von Melanie Weyand

  • Rund 128 Millionen Euro an Subventionen
  • Kritik an zu vielen Vorschriften
  • Unterschiedliche Bedingungen für Tierhaltung

Henrik Lütke Brintrup ist Landwirt in Münster-Roxel. Er arbeitet konventionell und besitzt Ackerland, 1000 Mastschweine, 500 Sauen und 2500 Ferkel. Wie seine europäischen Kolleginnen und Kollegen profitiert Lütke Brintrup von den Subventionen der EU.

Subventionen sind wichtig

Ein Landwirt hält ein kleines Ferkel auf dem Arm und schaut es sich an

Henrik Lütke Brintrup profitiert von der EU

Für seine 100 Hektar Ackerland bekommt er im Jahr bis zu 30.000 Euro EU-Förderung, je nachdem wie viele Umweltschutzauflagen er erfüllt. Für die Tierhaltung gebe es nichts, sagt er. Der Ackerbau mache bei ihm zwar nur zehn Prozent des Einkommens aus, dennoch hält er die Subventionen für wichtig, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Millionen-Hilfen für Landwirte

Die EU fördert die Landwirtschaft jährlich mit knapp 60 Milliarden Euro. 470 Millionen davon fließen als Direkt-Zahlungen nach NRW. Das Münsterland profitierte 2018 mit fast 128 Millionen Euro von den beiden größten Landwirtschaftsfonds der EU.

Serie "Zwischen bio & konventionell" - Ohne Glyphosat

WDR 5 Morgenecho - Beiträge 01.04.2019 03:12 Min. Verfügbar bis 31.03.2020 WDR 5 Von Karin Bensch

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Unterschiedliche Standards bei Tierhaltung

Kleine Ferkel in einer Brutbox

Unterschiede in der Tierhaltung stehen vielfach in der Kritik

Im Ferkelstall bekommen die frisch geborenen Tiere eine Schluckimpfung gegen Durchfall. Henrik Lütke Brintrup beklagt: "Wir müssen die Ferkel kastrieren, damit das Fleisch später nicht streng riecht. Gern würden wir die Tiere lokal betäuben, aber das ist in Deutschland nicht zugelassen." In anderen EU-Ländern sei es hingegen erlaubt.

Düngemittelverodrnung in der Kritik

Kritisch sieht der Landwirt, dass die EU die Vorschriften zum Beispiel für die Düngung weiter verschärfen will: "Die Düngemittelverordnung wurde gerade erst zwei Mal verschärft. Wir müssen erst mal abwarten, was das für Auswirkungen hat."

Unterm Strich EU "ein großer Segen"

Am meisten ärgert den Landwirt, dass er oft zum "Buhmann der Nation" gemacht wird. Henrik Lütke Brintrup wünscht sich, wieder mehr als Experte wahrgenommen zu werden. Die EU sei unterm Strich für ihn insgesamt "ein großer Segen".

Mist statt Gülle

WDR 5 Morgenecho - Beiträge 04.04.2019 03:16 Min. Verfügbar bis 02.04.2020 WDR 5 Von Karin Bensch

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Stand: 06.05.2019, 10:04