LWL verkauft ein Viertel seiner RWE-Aktien

Drei Fahnen mit dem LWL-Logo wehen an Masten vor dem LWL-Landeshaus

LWL verkauft ein Viertel seiner RWE-Aktien

  • Verkauf aber geringer als geplant
  • LWL-Chef Löb hatte mehr gefordert
  • Bislang noch 6,6 Millionen RWE-Aktien

Der kommunale Landschaftsverband Westfalen-Lippe trennt sich von einem Teil seiner RWE-Aktien. Allerdings will der LWL deutlich weniger seiner Anteile an dem Essener Energieunternehmen abstoßen, als von Direktor Matthias Löb vorgeschlagen. Löb hatte ursprünglich zwei Drittel der Aktien verkaufen wollen, weil RWE weiterhin zu stark auf Atom- und Kohlekraft setze.

Große Koalition drosselt Verkaufspläne

Nach dem Willen der Großen Koalition aus CDU und SPD im sogenannten "Westfalenparlament" in Münster soll der LWL dagegen nur ein Viertel der Anteile verkaufen. Das beschloss mit den Stimmen von CDU und SPD am Donnerstag (11.07.2019) der Finanz- und Wirtschaftsausschuss des LWL. Grüne und Linke hatten den kompletten Verkauf gefordert.

Einwände auch aus Dortmund

Auch um das Kapitalanlagerisiko zu minimieren, hatte LWL-Direktor Löb den Verkauf des Großteils der 6,6 Millionen RWE-Aktien im Wert von insgesamt fast 130 Millionen Euro vorgeschlagen. Das war vor allem beim Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) auf scharfe Kritik gestoßen.

Abschließend muss am Freitag (12.07.2019) das Westfalen-Parlament über den Verkauf entscheiden. Nach der Entscheidung von Donnerstag gilt dies aber als sicher.

Stand: 11.07.2019, 14:22