Landesarchiv Detmold erinnert an NS-Verbrecher Stroop

Deportierte Juden im Warschauer Ghetto: Vorne Dab Siemiatek od.Zvi Nussbaum,od.Levi Zelin-Warger,seine Mutter Chana Zelin-Warger,l.Hanka Lamet, M.Lamet Goldfinger (2.v.l.),Leo Kartuzinski, Golda Stavarowski (r.), SS-Mann Josef Blösche (2.v.r.).

Landesarchiv Detmold erinnert an NS-Verbrecher Stroop

Das Landesarchiv beschäftigt sich mit dem NS-Verbrecher Jürgen Stroop. Der Detmolder hatte vor 75 Jahren den Aufstand von Juden im Warschauer Ghetto brutal niedergeschlagen.

Der Aufstand begann am 19. April 1943. Ghettobewohner leisteten damals Widerstand gegen die deutschen Machthaber. Stroop erhielt von SS-Chef Himmler den Befehl, den Aufstand niederzuschlagen - was nach vier Wochen gelang. Bis Anfang Mai wurden knapp 70.000 Menschen getötet und in Konzentrationslager gebracht. Stroop dokumentierte alles in einem Bericht. Der gilt als eines der grausamsten Zeugnisse von NS-Verbrechen. Am Ende des Krieges wurde Stroop festgenommen und 1952 in Warschau hingerichtet. Am Montag (16.04.2018) gibt es im Landesarchiv eine Ausstellung und einen Vortrag zu Stroop. 

Stand: 16.04.2018, 10:24